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30.01.2014

Ein Ehrenamt für jedes Alter

Das Team hinter der Neu-Ulmer Ehrenamtsmesse (von links): Schirmherrin Christa Wanke, Petra Dauman, Christina Richtmann, Georg Hieber, Ilona Jehle, Renate Kögel und Juliane Ott.
Bild: Alexander Kaya

Die zweite Auflage der Veranstaltung im Edwin-Scharff-Haus soll verstärkt auch Jugendliche ansprechen

Neu-Ulm In Zeiten von Facebook ist die Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks eine veritable Währung für das Interesse der Netzgemeinde an einer bestimmten Sache. Geht man allein danach, kommt die Neu-Ulmer Ehrenamt-Messe, die am 8. März zum zweiten Mal stattfindet, im Internet noch nicht so recht an. Nur knapp über 100 Menschen haben seit April 2012 den „Gefällt mir“-Knopf gedrückt – und das, obwohl die erste Messe vor zwei Jahren allein schon über 500 Besucher ins Edwin-Scharff-Haus gelockt hat.

Doch die geringe Resonanz im Internet kommt wenig überraschend, denn sie zeigt zugleich ein großes Problem, dass sowohl die Messe als auch das Ehrenamt an sich in der heutigen Zeit hat: Junge Menschen wollen sich immer weniger oder nur unter bestimmten Bedingungen freiwillig engagieren. Statt langfristige Verpflichtungen einzugehen, suchen Jugendliche eher kurzfristige Einsätze, die zudem auch noch Spaß machen sollten.

„Vor zwei Jahren hat sich gezeigt, dass sich vor allem ältere Menschen für die Angebote auf der Ehrenamt-Messe interessiert haben. Das ist uns wichtig, aber deswegen wollen wir bei der zweiten Auflage verstärkt auch die Jugendlichen ansprechen und motivieren“, erklärt Juliane Ott, eine der Organisatorinnen. Die Aktivitäten auf Facebook, die in den vergangenen Wochen intensiviert wurden, sind auf diesem Weg nur ein Teil. Zudem wurde das Feld der Aussteller in Teilen erneuert. So informiert am 8. März beispielsweise auch ein Stand des Bundesamtes für Familie über den Bundesfreiwilligendienst.

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„Nachdem vor zwei Jahren ein großer Schwerpunkt auf dem Thema ’Soziales’ lag, haben wir dieses Jahr eine noch bessere Mischung“, erklärt Christina Richtmann, eine der Initiatoren. Insgesamt solle auch die zweite Ehrenamt-Messe die Bürger wieder informieren, wo ehrenamtliches Engagement möglich ist, und die Kontakte herstellen. Rund 40 soziale Einrichtungen, Gemeinden und Vereine werden sich zu diesem Zweck mit ihren Ständen präsentieren – von der Feuerwehr über den Naturschutzbund bis hin zur Lebenshilfe.

„Das Ehrenamt verändert sich und es wird immer schwieriger, freiwillige Helfer zu finden. Einrichtungen, die sich auf diese Entwicklung nicht einstellen, werden irgendwann abgehängt“, sagt Richtmann. So sei es zwar ein wichtiger Punkt, Ehrenamtliche zu gewinnen, mindestens genauso wichtig sei es jedoch, diese auch zu halten. Wie das gelingt, sei auch ein Thema auf der Messe. Für die Veranstaltung, deren Schirmherrin Bürgermeisterin Christa Wanke sein wird, stehen den Organisatoren rund 10000 Euro an Sponsoren- und Fördergeldern zur Verfügung. „Ein sehr schmales, aber ausreichendes Budget“, sagt Richtmann.

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