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Ulm

22.11.2018

Ein Hauch von China beim Weihnachtscircus

Zwölf Artisten des Chinesischen Nationalcircus sind in der Friedrichsau dabei, unter anderem Diabolo-Meister Wang Hao (rechts).
Bild: Weihnachtscircus

Ab 20. Dezember gibt es wieder internationale Darbietungen in Ulm. In der Friedrichsau entsteht dafür ein richtiges Artisten-Dorf.

„Spektakulär“ ist eines der Lieblingswörter von Matthias Bergstaedt. „Sensation“ ein anderes. Der Mann arbeitet in einer Branche, in der es ohne Spektakel und Sensationen nicht geht: Bergstaedt ist der Programmdirektor des „Ulmer Weihnachtscircus“, der dieses Jahr zum elften Mal sein Zelt in der Friedrichsau aufschlägt. Ab 20. Dezember sollen dort Artisten, Tierdressuren und Spaßmacher das Publikum unterhalten. Eines steht bereits fest: Die Besucher erwartet ein internationales Programm.

Besonders stolz ist Bergstaedt, der auch als Conférencier fungieren wird, auf eine Delegation aus Fernost: Zwölf Artisten des Chinesischen Nationalcircus werden in Ulm Nummern aus dessen aktueller Show „The Grand Hongkong Hotel“ zeigen, in zwei großen Medleys und drei Einzeldarbietungen.

Ulmer Weihnachtscircus: Artisten aus China

Zwei der Künstler haben die Ulmer Organisatoren schon zum Pressegespräch in der Messe mitgebracht: den Diabolo-Trickser Wang Hao und Liu Wenlong, der unter anderem 16 Holzbänke gleichzeitig zu balancieren vermag – auf seiner Stirn. Wie er das macht bei seiner schmalen Statur? „Bruce Lee war auch nicht sehr dick“, sagt er und lacht.

Die richtigen Darbietungen für den „Ulmer Weihnachtscircus“ zu finden, war laut Bergstaedt schon immer eine Herausforderung – und ist im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden. Denn die Weihnachtszeit ist in vielen Städten, vor allem in Deutschland und Frankreich, Zirkuszeit. Dazu kommen große internationale Galas. Die Künstler sind dadurch gefragt, was die Gagenverhandlungen dem Programmchef zufolge manchmal zum Pokerspiel macht. Seine Freude auf das Spektakel trübt das freilich nicht: In Ulm gebe es ein „unheimliches Stammpublikum“. Und auch im vergangenen Winter seien alle Vorstellungen so gut gefüllt gewesen, dass eine „Superstimmung“ im maximal 1200 Menschen fassenden Zelt geherrscht habe.

Im Zelt in der Friedrichsaus wird auch ein Gottesdienst gefeiert

Neben den Artisten des Chinesischen Nationalcircus kommen dieses Jahr noch etliche andere internationale Manegenprofis in die Au: So zeigt die Russin Tamara Khurchudova am Trapez ihre Künste, der Clown Gagik Avetisyan, früher Kollege der Komiklegende Oleg Popov, macht seine Späße, Veno Mendes lässt Araberpferde ihre Runden drehen und die Gerlings aus Kolumbien flitzen mit bis zu sechs Motorrädern gleichzeitig durch eine Gitterkugel. Im Youtube-Video, das Bergstaedt zeigt, sieht das bereits genau und spektakulär aus. Rund zweieinhalb Stunden inklusive Pause soll das Programm dauern.

Am Montag, 3. Dezember beginnt der Aufbau von Zelt und Containerstadt. Denn die Mitarbeiter und Künstler werden für den Zeitraum des „Ulmer Weihnachtscircus“ auch in der Friedrichsau wohnen. Nach der Premiere am Donnerstag, 20. Dezember, um 19.30 Uhr gibt es dann bis Sonntag, 6. Januar, täglich zwei Vorstellungen, immer um 15.30 und 19.30 Uhr, dazu eine Tierschau um 10 und 14 Uhr. Nur an Heiligabend legt der Zirkus eine Vorstellungspause ein. Dann wird zuerst um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Zelt gefeiert, danach ist bis 16 Uhr Tag der offenen Tür. „Das ist unser Weihnachtsgeschenk für Leute, die nicht wissen, wo sie hingehen sollen“, sagt Programmdirektor Bergstaedt. Und wenn die Besucher weg sind, können auch die Künstler ein bisschen feiern.

Karten für alle Vorstellungen gibt es im Service-Center Neue Mitte, unter ulmer-weihnachtscircus.de und ab 1. Dezember täglich ab 10 Uhr direkt vor Ort in der Friedrichsau.

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