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19.04.2018

Ein Lichtblick für die Ayer Kapelle

Die Mitglieder der Kapellenfreunde warten schon lange darauf, dass das Kirchengebäude saniert wird. Im Sommer soll es nun losgehen. 

Seit Langem wartet der Förderverein auf den Beginn der Sanierung – und beklagt nun fehlende Infos.

Mitte des Jahres soll die Sanierung der Ayer Kapelle losgehen. „Wir sind dran“, verspricht Kirchenpfleger Peter Kaiser von der Kirchengemeinde St. Josef. Der Förderverein der Kapellenfreunde hatte in seiner Jahreshauptversammlung Verzögerungen und fehlende Informationen beklagt.

Seit Dezember 2012 ist die Ayer Kapelle mittlerweile geschlossen – wegen Baufälligkeit. Der Förderverein „Freunde der Maria-Hilf-Kapelle Ay“ hat seither insgesamt 70000 Euro an Spenden für die Sanierung gesammelt, unter anderem mit kleinen Konzerten und einem Weihnachtsmarkt-Verkauf.

Die Spenden müssen zeitnah verwendet werden

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Bereits im vergangenen Jahr beklagte Vorsitzender Georg Schneider, die Spenden müssten zeitnah verwendet werden, damit der Verein keine Probleme bekommt. Zudem fragten auch die Spender immer wieder nach dem Beginn der Sanierung. Der Verein habe mit einem Start der Arbeiten bereits im Frühling gerechnet, nach Aussagen der Pfarrei im vergangenen Jahr. „Wir wollen, dass was vorwärts geht, weil es uns ein großes Anliegen ist“, so Schneider. Daher ärgerten sich die Mitglieder über den Stillstand, zumal sie vonseiten der katholischen Kirche auf ihre Nachfrage keine Information erhalten hätten.

Das Verfahren durchlaufe seinen vorgesehenen Gang, erklärt hingegen Kirchenpfleger Peter Kaiser, „und ich freue mich sehr über die Spende des Kapellenvereins und das große Engagement“. Es sei ihm bewusst, dass die Kapelle den Sendenern wichtig und ein Ayer Kleinod sei.

Für die Diözese Augsburg und auch die Kirchengemeinde habe sie nachgeordnete Bedeutung, waren doch in den Vorjahren beide Pfarrkirchen renoviert worden. Daher habe man die Kapelle nach hinten schieben müssen, erst jetzt sei das Vorhaben machbar. „Mehr als ein Großprojekt im Jahr schaffen wir halt nicht“, so Kaiser.

Die Mitglieder stoppen erst mal ihre Projekte

Derzeit werden die Ausschreibungen vorbereitet, spätestens Mitte des Jahres sollen die Arbeiten losgehen, zunächst im Innenraum. „Was wir heuer nicht schaffen, machen wir im kommenden Jahr fertig“, sagt er.

Die Gesamtkosten für die Renovierung des mehr als 250 Jahre alten Gotteshauses schätzt die Gemeinde mittlerweile auf 500000 Euro. Diese Summe ist im aktuellen Haushaltsplan eingestellt und auch vonseiten der Diözese abgesegnet, berichtet Kaiser. Im Lauf der Planungen hatte sich die Bausumme immer weiter erhöht, 2013 gingen die Fachleute zunächst noch von 250000 Euro aus.

Den Löwenanteil der Kosten wird die Diözese tragen, ein Zuschuss von 85000 Euro kommt auch von der Stadt. Der Kapellenverein hat seine bisher zugesagte Spende von 65000 Euro nun um weitere 5000 Euro erhöht. Der Betrag soll auf den Beschluss der Mitglieder hin an die Pfarrei übergeben werden, wenn die Arbeiten begonnen haben.

Mit einem Band-Konzert wie in den letzten Jahren werden die Kapellenfreunde heuer keine Spenden mehr sammeln – die Resonanz des Publikums war zu gering. Wegen des großen personellen Aufwands wird der Verein zudem keinen Stand mehr am Sendener Weihnachtsmarkt betreiben. Es gebe zu wenige Mitglieder, die Vorbereitung und Verkauf stemmen könnten, so Schneider.

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