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Roggenburg

22.09.2019

Ein Markt der Vielfalt am Kloster Roggenburg

Der Ökomarkt lockte am Samstag wieder zahlreiche Besucher auf das Klosterareal in Roggenburg. Das Gros der Besucher kam wegen des breiten Angebots an ökologisch hergestellten und handgemachten Waren.
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Der Ökomarkt lockte am Samstag wieder zahlreiche Besucher auf das Klosterareal in Roggenburg. Das Gros der Besucher kam wegen des breiten Angebots an ökologisch hergestellten und handgemachten Waren.
Bild: Angela Häusler

Zahlreiche Besucher informieren sich auf dem Ökomarkt und genießen das breite Angebot. Der Landrat zeichnet eine Veranstaltung des Bildungszentrums aus.

Sichtlich erfreut war Pater Roman Löschinger, Leiter des Roggenburger Bildungszentrums für Familie, Umwelt und Kultur, beim 21. Ökomarkt im Prälatenhof des Klosters. „Wir kriegen ein Fleißbildle“, sagte er. Denn ein langjähriges Projekt des Zentrums erhielt bei der Markt-Eröffnung eine Auszeichnung: die sogenannten Familien-Umwelt-Nachmittage, kurz Fun, die vom Bildungszentrum in Kooperation mit dem Walderlebniszentrum Roggenburg, der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Neu-Ulm/Weißenhorn und dem Landesverband Bayerischer Imker veranstaltet werden.

Im Zentrum der zweimal monatlich veranstalteten Nachmittage stehen Naturerlebnisse für Familien. Vergeben wird die Auszeichnung von den Vereinten Nationen im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“. Die Familiennachmittage seien ein wichtiger Bestandteil des wertvollen Angebots im Bildungszentrum, sagte Landrat Thorsten Freudenberger, der die Urkunde auf dem Ökomarkt übergab. Es werde ein ganzes Netzwerk an Mitwirkenden ausgezeichnet, sagte er. Um die 500 Kinder und Erwachsene beteiligen sich jedes Jahr an den Natur-Nachmittagen, die übers ganze Jahr hinweg veranstaltet werden.

Ein Experte bestimmt unbekannte Apfelsorten

Mit der heimischen Flora und Fauna konnten sich die Besucher auch an mehreren Ständen des Ökomarkts befassen. Zum Beispiel, indem sie sich Rat von einem ausgewiesenen Apfel-Experten holten: Der Obstsortenkundler Hans-Thomas Bosch besah sich mitgebrachte Apfelsorten genau und konnte den Baumbesitzern mit Sortennamen weiterhelfen. Doch es waren auch unbekannte, seltene Exemplare darunter, berichtete er am Nachmittag.

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Mit Informationen bedachte ebenso der Neu-Ulmer Kreisverband der Imker die Besucher. „Wir sind immer auf der Suche nach jungen Menschen, die Bienen halten wollen“, berichtete Imkerin Gabi Schwegler. Wichtig seien aber nicht nur Honigbienen, sondern gerade die Wildbienen bräuchten besonderen Schutz, „um sie steht es im Moment eher schlecht“.

Kinder üben sich im Bau von Nistkästen

Das Gros der Besucher kommt zum Ökomarkt aber wegen des breiten Angebots an ökologisch hergestellten und handgemachten Waren aus der Region. „Wir haben hier schon viele Stammkunden“, berichtete etwa Anne Forster aus Erlenmoos bei Ochsenhausen, die an ihrem Stand Töpferwaren und Kräutersträuße anbot. „Dieser Markt ist ein super Rahmen für uns“, sagte Susanne Fischer, die Produkte aus Schafwolle und Schafsmilch verkaufte und mit ihrer Familie in Neuburg an der Kammel eine eigene Schafzucht betreibt. Zum ersten Mal auf dem Ökomarkt zugegen war die Ulmerin Cordula Krusche, die mit selbst gemachten Woll- und Filztieren Blicke auf sich zog.

Organisiert von der BUND-Kreisgruppe Neu-Ulm/Weißenhorn und dem Bildungszentrum Roggenburg, bot der gesamte Markt auch diesmal ein buntes Sortiment, das von frischen Himbeeren über Keramikgeschirr und Möbeln bis zu Blumenerde reichte. Auch für die Kinder war viel geboten: An zehn Aktionsständen durften sie tätig werden – vom Malen übers Balancieren bis zum Nistkastenbau.

Mehr über das Kloster Roggenburg und das Bildungszentrum lesen Sie hier:

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