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Ulm/Neu-Ulm

01.01.2017

Ein Prosit auf das neue Kulturjahr

„Platonow oder Die Vaterlosen“ ist de Beitrag des Theaters Ulm zu den Theatertagen Baden-Württemberg.
Bild: Jochen Klenk

In der Doppelstadt stehen 2017 wieder zahlreiche Veranstaltungen an. Im Fokus steht das Theater Ulm, aber auch anderswo ist einiges geboten. Ein unverbindlicher Überblick.

2016 mag in vielerlei Hinsicht ein Jahr zum Vergessen gewesen sein – im Kulturleben der Doppelstadt war es eher ein Jahr der Veränderungen: Die Wahl von Stefanie Dathe zur Leiterin des Ulmer Museums und von Kay Metzger zum Intendanten des Theaters Ulm waren sicherlich die wichtigsten Entscheidungen. Was personelle Wechsel angeht, dürfte das kommende Jahr etwas ruhiger werden – was das kulturelle Angebot angeht, spricht manches für interessante zwölf Monate. Hier ein unverbindlicher und sicher nicht vollständiger Überblick.

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Besonders im Blickpunkt steht – natürlich – das Theater. Und das, obwohl Metzger erst in 18 Monaten vom Landestheater Detmold in die Münsterstadt wechselt. Sein Job findet eher im Hintergrund statt. Doch spätestens im Herbst werden die künstlerischen Mitarbeiter im Haus erfahren, ob und wie es für sie unter der Ägide des neuen Chefs weitergehen wird. Zumindest im Theater sind also etliche Personalfragen zu klären. Wobei Metzger schon angekündigt hat, keinen drastischen Schnitt machen zu wollen. Für das Publikum wichtiger ist, was auf der Bühne passiert – und da hat 2017 einiges zu bieten: Zum einen die Theatertage Baden-Württemberg, die vom 30. Juni bis 9. Juli in Ulm stattfinden und die Stücke von circa 30 Theatern aus dem ganzen Ländle versammeln. Und dann natürlich die Wilhelmsburg, die wegen der Theatertage nur eine Produktion bekommt – aber was für eine: Guiseppes Verdis große Oper „Aida“. Die Zeichen im Sommer stehen auf Spektakel.

Das gilt vermutlich auch für den Münsterplatz, wo es ab 2017 immer zwei große Open-Air-Veranstaltungen am Schwörwochenende geben soll. Der erste Doppelschlag kommt einem sehr ungleichen Gespann: dem Ludwigsburger Pop-Melancholiker Philipp Poisel (21. Juli) und den Hardrock-Urgesteinen von den Scorpions (23. Juli). Auch etliche andere Freiluft-Konzerte sind bereits angekündigt und im Vorverkauf: unter anderem die Söhne Mannheims – samt Xavier Naidoo – im Wiblinger Klosterhof (17. August). Für den anderen Ulmer Klosterhof, den in Söflingen, hat sich ebenfalls Prominenz angekündigt: Die Mittelalter-Rockband In Extremo (3. Juni) und Liedermacher Konstantin (4. Juni). Bislang geheim (beziehungsweise noch gar nicht gebucht) sind die Künstler für das Obstwiesenfestival bei Dornstadt (17. bis 20. August). Gespannt darf man aber sein: Es wird die 25. Ausgabe des OWF.

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In Sachen Hallenkultur stehen einige Publikumsmagnete fest: So gastieren unter anderem die Berliner Rap-Formation K.I.Z. (9. Februar) und Bauchredner Sascha Grammel (2. Juni) in der Ratiopharm-Arena. In der Donauhalle sagt dafür der ostfriesische Witzbold Otto „Holdrio again“ (13. April). Und auch das Roxy kann einige Coups vorweisen – etwa einen Auftritt der isländischen Sängerin Emiliana Torrini, bekannt für ihren Radiohit „Jungle Drum“ (16. Februar).

Bei den Museen und Ausstellungshäusern stehen 2017 vor allem zwei Institutionen im Fokus. Zum einen das Edwin-Scharff-Museum, das rund Dreiviertel des Jahres wegen Sanierung geschlossen sein wird – im Herbst aber technisch erneuert und mit einem neuen Eingangsbereich samt Café wiedereröffnen wird. Und natürlich das Ulmer Museum, das sich unter der Ägide der neuen Direktorin Stefanie Dathe auch ein bisschen neu erfinden will. Wie die Zukunft des Hauses aussehen soll, das könnte ihre erste eigene Ausstellung, die im Frühjahr starten soll, zeigen. Doch Titel und Thema sind noch unter Verschluss.

Einige Geheimnisse des Jahres 2017 werden eben erst nach und nach gelüftet.

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