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Kunst

04.05.2012

Ein Schatz für das Klostermuseum

„Sie sind wirklich prachtvoll geworden“, lobten (von links) Pater Ulrich Keller, der Kunstmäzen Josef Kränzle, Pfarrer Ralf Gührer und Kreisarchivar Richard Ambs die Blaubeurer Künstlerin und Restauratorin Christine Götz bei der Präsentation der frisch restaurierten Werke.
Bild: Manfred Deger

Jahrhundertealte Ansichten des Klosters Oberelchingen wurden übergeben. Förderverein aus der Taufe gehoben

Oberelchingen Der Geburtshelfer freute sich mit der Mutter über die Drillinge. „Sie sind wirklich prachtvoll geworden“, lobte der Kunstmäzen Josef Kränzle die Blaubeurer Künstlerin und Diplomrestauratorin Christine Götz, als diese dem Kloster Oberelchingen drei wertvolle Klosteransichten aus den Jahren 1619, 1684 und 1773 übergab.

Eingeleitet hat die Geburt Kreisarchivar Richard Ambs, der Josef Kränzle einen fünfstelligen Spendenbetrag für die Restaurierung und Teilrestaurierung der Gemälde entlockte. „Sie sollen den Grundstein für ein künftiges Klostermuseum Elchingen bilden. Jemand muss den ersten Schritt tun, damit weitere Schritte folgen können und weitere Partner gefunden werden“, betonte der erfahrene Museumsfuchs.

Konservieren und restaurieren

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Über die museale Grundsteinlegung freuten sich auch Elchingens Pfarrer Ralf Gührer und sein Mitkämpfer Pater Ulrich Keller. Das Heranwachsen des Museumskindes soll auch durch den „Verein der Freunde des Klostermuseums Elchingen“ unterstützt werden, der jetzt aus der Taufe gehoben wurde. Pfarrer Ralf Gührer ist der Vorsitzende.

Die Vereinsziele sind die Förderung des Museums und seiner Objekte und deren systematisches Konservieren und Restaurieren. Bei der Auswahl der Objekte sollen das Landesdenkmalamt und die betreuenden Restauratoren beratend zur Seite stehen. Vereinsaufgaben sind unter anderem die Suche von Sponsoren für Restaurationsarbeiten, die Erforschung der Geschichte Elchingens anhand der Museumsobjekte, die Mithilfe bei der Ausarbeitung des Museumskonzeptes oder die Erarbeitung von Ausstellungen.

„Schätze für ein ausgewachsenes Museum haben wir genug, man muss sie nur heben“, sagte Pfarrer Gührer. Dass diese Schätze mehr sind als bloße Ausstellungsobjekte, zeigen auch die drei Gemälde, die Zeitzeugen sind. Schwabens großer Kirchenmaler Josef Wannenmacher (1722-1780) berichtet auf einem der Bilder über die Welt des 18. Jahrhunderts. Die Schöpfer der anderen Werke sind zwar unbekannt, aber auch sie beleuchten ihre Zeit detailgenau. Der erste Schritt zum Klostermuseum ist getan. Die Bilder und andere Museumsobjekte sind ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Museumsstüble verwöhnt die Besucher kulinarisch. Elchingen wird zum Museumsort.

Museum und Museumsstüble im Pfarrhaus bei der Klosterkirche Oberelchingen, Klosterhof 7, sind an folgenden Sonntagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet: 20. Mai, 3. Juni, 1., 15. und 29. Juli, 12. und 26. August. Weitere Öffnungszeiten und Führungen sollen folgen.

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