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27.07.2010

Ein Tag Urlaub im Donaubad

Ein Tag Urlaub im Donaubad

Neu-Ulm Atlantis ist Vergangenheit - die Zukunft heißt Wonnemar. Unter diesem Namen wird das Neu-Ulmer Freizeitbad seine Pforten Mitte Dezember wieder öffnen. Eigentümer bleiben weiterhin die Städte Neu-Ulm und Ulm, als künftiger Betreiber fungiert die Interspar Gesellschaft für Kur- und Freizeitanlagen mbH aus Stuttgart. Wir sprachen mit Geschäftsführer Volker Kurz über das Badeparadies, das schon bald in neuem Glanz erstrahlen soll.

Herr Kurz, Sie haben sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt und den Zuschlag bekommen. Warum ist Ihr Unternehmen für diese Aufgabe am besten gewappnet?

Kurz: Das müssen vor allem die Städte Neu-Ulm und Ulm wissen. Aber wir haben natürlich umfangreiche Erfahrungen, was den Betrieb eines solchen Bades angeht. Die Nutzungsbereiche - Therme, Erholung, Gesundheit, Fitness, Gastronomie - sind deckungsgleich mit unseren anderen Wonnemar-Bädern. Auch das Konzept und die Philosophie entsprechen exakt unseren anderen Anlagen.

Wie lautet denn die Wonnemar-Philosophie?

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Kurz: Ein Tag wie Urlaub. Das bedeutet, dass wir in unseren Bädern der ganzen Familie, vom Kleinkind bis zur Großmutter, einen Urlaubstag ermöglichen wollen.

Es gab auch Überlegungen, ob nicht die Kommunen selbst das Bad betreiben könnten. Wären die Städte dazu in der Lage gewesen?

Kurz: Möglicherweise hätten sie es ebenso gekonnt. Allerdings beschäftigen wir uns Tag für Tag mit dem Thema Bad in allen Facetten. Wir haben Profis für alle Bereiche, angefangen beim Bademeister über den Marketingexperten bis hin zur Gastronomie. Da wir mehrere Bäder betreiben, können wir außerdem Synergieeffekte nutzen. Erfolgreiche Dinge können wir auf andere Standorte übertragen. Bei Aktionen, die nicht so gut laufen, werden wir das hingegen nicht tun.

Ihr Unternehmen scheint ohnehin gerade zu expandieren. Wie wichtig war es Ihnen, ausgerechnet den Zuschlag für das Donaubad zu bekommen?

Kurz: Das mit dem Expandieren lässt sich leider nicht besonders gut steuern. Wie die Wiese gemäht wird, muss man auch das Heu einfahren. Trotzdem war mir das Neu-Ulmer Bad ein großes Anliegen. Ich war bei der Einweihung dabei - und sogar schon bei der Stadtratssitzung, als der Bau beschlossen wurde. Zudem lief das Bad lange Zeit erfolgreich, hatte hohe Besucherzahlen. Daran wollen wir nun anknüpfen.

Sie haben außerdem familiäre Verbindungen zum Architekten des Donaubads, Horst Haag.

Kurz: Richtig, das ist mein Onkel. Er hat auch die anderen Wonnemar-Bäder geplant, da ist also dieselbe Handschrift erkennbar. Und auch das Konzept ist somit dasselbe.

Werden Sie im Freizeitbad viel verändern, wenn Sie ab dem 15. Dezember das Sagen haben?

Kurz: Nein, da haben wir kaum Möglichkeiten. Doch das Gesamtkonzept stimmt. Wir werden höchstens ein paar Dinge optimieren, eventuell das Kassensystem oder ein paar gestalterische Aspekte.

Werden sich die Preise erhöhen?

Kurz: Ich habe die Preise des Atlantis nicht exakt im Kopf. Aber wir werden uns da im selben Bereich bewegen wie in unseren Bädern in Ingolstadt oder Sonthofen.

Auch die rund 60 Angestellten müssen sich nicht um ihre Zukunft sorgen?

Kurz: Nein, das Personal wird komplett übernommen. Das war zum einen Bedingungen der beiden Städte, ist zum anderen aber auch sinnvoll, weil es sich um ein bewährtes Team handelt, das das Bad kennt.

Die Stadt- und Gemeinderäte sind Ihnen, so zeigte es sich in der Sitzung am Montag, sehr wohl gesonnen.

Kurz: Das hat mich wirklich erstaunt, das ist nicht immer so. Aber das beweist, dass die ganze Region geschlossen hinter dem Bad steht. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen alle heiß darauf sind, dass es endlich wieder heißt "Wasser marsch".

Der Pachtvertrag läuft nun zunächst auf sechs Jahre. Wie wahrscheinlich ist eine Verlängerung?

Kurz: In anderen Kommunen haben unsere Verträge Laufzeiten über 30 Jahre. Wir haben also keine Angst davor, uns länger zu binden. (ssu)

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