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Weißenhorn

21.11.2019

Ein Unfallschwerpunkt in Weißenhorn wird entschärft

An der Stelle, wo die Daimlerstraße im Weißenhorner Gewerbegebiet in die Illerberger Straße einmündet, sind schon einige Unfälle passiert. 2020 soll die Kreuzung umgebaut werden und eine Ampel erhalten. Die neue Anlage regelt künftig auch die Zufahrt zum Reiterhof, der links am Bildrand zu sehen ist.
Bild: Alexander Kaya

Die Kreuzung Illerberger Straße/Daimlerstraße erhält eine Ampel. Einen Zeitplan für den Umbau gibt es noch nicht, er ist abhängig von einer anderen Baustelle.

Die Illerberger Straße, die von der Autobahnausfahrt Vöhringen kommend hinein nach Weißenhorn führt, ist die meistbefahrene Kreisstraße im Landkreis Neu-Ulm. Durchschnittlich sind dort täglich 15000 Fahrzeuge unterwegs. Das macht es insbesondere für Lastwagen, die aus der Daimlerstraße in die viel befahrene Kreisstraße NU14 einbiegen möchten, schwierig. „Da werden Lücken gesucht, die zu eng sind“, sagte Marlene Deininger am Montagabend im Weißenhorner Stadtrat. Die Kreuzung sei ein Unfallschwerpunkt, den das Staatliche Bauamt Krumbach möglichst bald entschärfen soll.

Deininger ist bei der Behörde zuständig für Planung und Bauleitung. Sie berichtete den Stadträten, wie sich der Umbau gestalten soll, der auf 130.000 Euro beziffert wird. Fest steht bereits: Es wird eine Ampelanlage errichtet, die verkehrsgesteuert funktioniert. Heißt: Sie schaltet nur, wenn Verkehrsteilnehmer abbiegen wollen. Wenn kein Auto oder Lastwagen aus dem Gewerbegebiet ausfahren möchte – zum Beispiel spätabends oder an Wochenenden – dann haben die geradeaus Fahrenden auf der Illerberger Straße Dauer-Grün.

Die Zufahrt zum Gelände des Reit- und Fahrvereins Weißenhorn soll verlegt werden

Eine Querungsmöglichkeit wird Deininger zufolge für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Auf Tastendruck können sie das Grünsignal anfordern. Ebenfalls über die Ampel geregelt wird künftig die Zufahrt zum Gelände des Reit- und Fahrvereins Weißenhorn. Diese werde dafür etwas weiter in Richtung Südwesten verschoben und so gestaltet, dass auch größere Fahrzeuge abbiegen können, sagte Deininger. Die bisherige Zufahrt werde zurückgebaut und begrünt, die Baumgruppe könne man auf jeden Fall erhalten.

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Vom Aufwand her sind die Arbeiten nach Angaben der Planerin überschaubar, für den Umbau der Zufahrt zum Reiterhof ist allerdings Grunderwerb notwendig. „Wir haben noch keine Unterschrift, aber wir hoffen, dass wir die bald bekommen“, sagte Deininger. Schließlich bringe die neue Zufahrt dem Eigentümer auch einige Verbesserungen.

Ein größeres Problem sieht das Staatliche Bauamt in den Behinderungen, die die Baustelle auf der Verkehrsader mit sich bringt. „Wir stellen uns vor, dass wir den Geradeaus-Verkehr laufen lassen“, sagte Deininger. Gleichwohl sei der Einbau einer neuen Asphaltdecke auf dem gesamten Abschnitt der NU14 vom Kreisverkehr an der A7 bis zum Ortseingang Weißenhorn bitter nötig. Diese Arbeiten will das Bauamt zusammen mit dem Kreuzungsumbau ausschreiben.

Arbeiten für die Fernwärme in der Herzog-Georg-Straße

Ein genauer Zeitplan für das Bauvorhaben steht jedenfalls noch nicht fest. Geplant ist es für das Jahr 2020, vorausgesetzt, der Freistaat Bayern stellt die notwendigen Mittel im Haushalt bereit. Abhängig ist der Zeitplan aber auch von einer anderen geplanten Baustelle in Weißenhorn. So soll auch die Herzog-Georg-Straße im nächsten Jahr einen neuen Belag bekommen, außerdem soll dort eine Fernwärme-Leitung verlegt werden. Das erfordert Abstimmungsbedarf. Denn Deininger betonte: Herzog-Georg-Straße und Illerberger Straße gleichzeitig zu sperren gehe nicht. Hinzu kommt noch ein weiteres Projekt, dass der Landkreis unterstützen will: den Bau einer Spange von der Illerberger Straße zur Südtangente, um den staugeplagten Kreisverkehr beim V-Markt zu entlasten.

Die Stadträte baten jedenfalls darum, die Baustellen so aufeinander abzustimmen, dass es nicht zum Verkehrschaos in Weißenhorn kommt. Vielleicht könne man an der Kreuzung am Gewerbegebiet für die Bauzeit ein Provisorium errichten, um den Verkehr aufrecht zu halten, sagte Thomas Schulz (SPD). Er könne sich nämlich nicht vorstellen, dass die Ulmer Straße im Falle einer Sperrung der Illerberger Straße den ganzen Verkehr abfangen kann.

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