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Fasching

12.02.2018

Ein bisschen Spaß muss sein

Da geht’s wirklich ab, das sieht jeder: Der Umzug in Finningen war nicht lang, aber bunt und schön.
Bild: Alexander Kaya

Die Umzüge in Finningen und Pfaffenhofen waren zwar nicht groß, doch dafür war die Stimmung riesig

Es geht dem Ende zu, die letzten Tage des Faschingstreibens sind angebrochen. Am Wochenende zogen Umzüge durch Pfaffenhofen und Finningen. Hier einige Impressionen.

Die Faschingsfreunde aus Kadeltshofen und Holzheim hatten in Pfaffenhofen ihren Wagen ganz in den Dienst der Kinder gestellt. Mit Rutsche und Karussell war das Fahrzeug ein Spieleparadies auf vier Rädern. Kunterbunt dazu die Kostüme für die insgesamt 50 kleinen und großen Teilnehmer, die im Zeichen der süßen Schokolinsen standen.

Etwas kleiner aber internationaler war die Gruppe der Pfaffenhofer Einhörner, die „Quattro Bieze Unicorns“. Rund 15 Jugendliche folgten dem Trend zu den pastellfarbenen Fabelwesen. „Obereinhorn“ Patrick Hübner erklärt, dass sie sogar einen Mitläufer aus Frankreich dabei hätten. Augenzwinkernd fügt er hinzu, dass der junge Mann zwar bisher nur den Karneval in Rio gekannt habe, aber mit dem schwäbischen Brauchtum schon nach wenigen Bieren recht vertraut gewesen sei.

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Ein politisches Statement gaben die Narren vom „Pfaffenhofer Bänkle“ ab: „Das Volk stimmt ab, der Adel entscheidet und der Affe leidet“, war auf einem Banner des barrocken Festwagens zu lesen. Gemeint waren damit zum einen der Skandal um die Tierversuche, die Autohersteller mit Affen durchführten. Zum anderen machten sich die Teilnehmer ihrem Ärger über die Lokalpolitik Luft, weil die Pfaffenhofer Uferpromenade gegen das Abstimmungsergebnis nun doch gebaut werden soll. Mit dabei auch in diesem Jahr waren wieder alle drei Kindergärten der Gemeinde.

Gewaltig war der Faschingsumzug gestern in Finningen mit ein paar wenigen Wagen und einer Musikkapelle nicht gerade, aber wer dabei war, hatte trotz der winterlichen Witterung seinen – recht kurzen – Spaß. Auch die vielen, zum Teil fantasievoll kostümierten Zuschauer, die fröstelnd den Rand der Dorfstraße säumten. Unter ihnen befand sich auch Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, der allerdings unter seiner langen, blonden Perücken-Mähne erst auf den zweiten Blick zu erkennen war. Dabei hatte Petrus noch etwas Einsehen mit den Narren, die durch den Stadtteil liefen. Vor dem Umzug hatte es geschneit, doch während der Veranstaltung blieb es trocken und zwischen den Wolken zwängten sich sogar ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen durch. Wen das noch nicht erwärmte, der besorgte sich einen heißen Tee oder einen Becher Glühwein sofern er nicht mit einem Flachmann oder einem Schnäpschen von der Bar vorgesorgt hatte. Nur die ganz Hartgesottenen schlürften ihr kaltes Bier.

Zünftig Blasmusik kündete den Umzug an, der von Prinzessin Heidi II und Prinz Tobias I angeführt wurde. Hinter der leicht bekleideten Mädchen-Garde dann die wenigen Wagen, unter anderem mit den „Schulerbuaba der Klasse 1a“ und einer weiteren Schulpräsentation unter dem Motto „Nichts gerafft und doch geschafft“. Die „Promille-Jäger Finningen“ hatten vielleicht dem Alkohol schon in der Mittagszeit zugesprochen, jedenfalls blieben sie mit dem Segel ihres großen Piratenschiffs gleich einmal an einem Baum hängen. Mit etwas Geschick umschifften sie diese Klippe und schipperten sicher die Dorfstraße entlang. Eine Sonderseite mit Fotos vom Faschingstreiben am Wochenende finden Sie auf "Seite 33

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