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Weißenhorn

24.08.2017

Ein blühendes Ufer in Hegelhofen

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Beim Dorfplatz in Hegelhofen sicherte bislang eine Mauer das Ufer der Roth. Nun wachsen dort viele Wildpflanzen, dazwischen liegen Kalksteine.
Bild: Jens Noll

Wie ein Abschnitt entlang der Roth künftig mit Wildpflanzen besser gegen Hochwasser geschützt werden soll. 

Eine Gruppe Enten schwimmt quakend auf dem Flüsschen, in einer kleinen Bucht tummeln sich zahlreiche Fischchen im flachen Wasser. Ein etwa 150 Meter langer Uferabschnitt an der Roth in Hegelhofen hat sich durch Umbauarbeiten in den vergangenen Wochen zu einem kleinen Idyll entwickelt. Wo zuvor eine Betonmauer stand, wachsen nun heimische Wildpflanzen, zwischen denen große Kalksteine liegen.

Für Helene Maier, eine von drei Stadtgärtnern in Weißenhorn, ist die neue Uferbefestigung beim Dorfplatz ein gelungenes Beispiel für eine naturnahe Gestaltung der Böschung. „Was fehlt, sind noch ein paar Bänke“, sagt sie und hofft, dass diese bald auf dem Grünstreifen entlang der Roth aufgestellt werden, der bei Spaziergängern beliebt ist.

Weil die alte Betonmauer am Ufer zerbröckelt sei, habe die Stadt handeln müssen, erzählt Maier. Da es in dem Bereich allerdings häufig Hochwasser gibt, sollten an der Böschung nicht einfach nur neue Steine, sondern tiefwurzelnde Pflanzen gesetzt werden. „Steine können einfach unterspült werden“, sagt Maier. Die Wildpflanzen jedoch, die sich entlang des Ufers noch ausbreiten sollen, halten den Boden fest. Seit der Umgestaltung habe es bereits höhere Wasserstände gegeben, erzählt die Gärtnerin. „Bis jetzt hat es noch nichts davongeschwemmt.“

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Für die Konzeption der neuen Uferbefestigung hat sich die Stadt kostenlosen Rat von externen Experten eingeholt: der Staudengärtnerei Gaißmayer aus Illertissen. Deren Lehrlinge Anna Sturm und Verena Hartmann haben zusammen mit ihrem Ausbilder Christian Maier überlegt, welche Gewächse sich für das Gelände eignen und wo sie gesetzt werden. Die Mitarbeiter des Weißenhorner Bauhofs haben die Pläne in die Tat umgesetzt und Stauden im Wert von 2400 Euro eingepflanzt, unter anderem Gnadenkraut, Wiesen-Iris, Schlüsselblumen, Sumpfdotterblumen, gelbe Sumpf-Schwertlilien und Walderdbeeren.

Die winterharten Stauden haben aus Sicht der Stadtgärtnerin noch einen weiteren Vorteil: Ihre Blüten locken das Jahr über viele Insekten an. Erst vor wenigen Tagen haben die Neu-Ulmer Kreisgruppen vom Bund Naturschutz in Bayern und dem Landesbund für Vogelschutz sowie die GAU Schutzgemeinschaft für den Neu-Ulmer Lebensraum in einem gemeinsamen Brief von der Kommune gefordert, bei der Pflege der Grünflächen mehr an den Schutz der Insekten zu denken.

Das beabsichtigen die Stadtgärtner auch bei einem weiteren Vorhaben: Wie Helene Maier berichtet, will die Verwaltung dem Bauausschuss im September vorschlagen, acht Pflanzkübel entlang der Memminger Straße aufzustellen.

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