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Feier

17.03.2017

Ein denkwürdiges Jubiläum

Vor einem viertel Jahrhundert wurde die Pfuhler Kolpingfamilie gegründet. Es war auch ein besonderes Jahr für das gesamte Werk

Die Kolpingfamilie in Pfuhl wird 25 Jahre alt. Am Wochenende wird der Geburtstag gefeiert. Schon vorab blickt Matthias Scheidl, Vorsitzender der Kolpingfamilie Pfuhl, zurück. Am 4. Dezember 1991 wurde in Pfuhl die Kolpingfamilie mit einem Grundstock von 25 Mitgliedern gelegt. Der 42-jährige Vorsitzende weist auf das damals „denkwürdige Jahr“ hin: Am 27. Oktober 1991 nämlich wurde der Gründer des Kolpingwerks in Deutschland, Adolph Kolping, in Rom von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Heute ist Adolph Kolping bereits 25 Jahre heiliggesprochen und die aktive Kolpingfamilie in Pfuhl zählt fast 200 Mitglieder, davon gehört die Mehrheit zur „Ü-50-Gruppe“, freut sich der Vorsitzende. Ein weit gefächertes Programm steht denn auch in ihrem Terminkalender, angefangen bei diversen Wanderungen, Betriebsbesichtigungen, Vorträgen, über Ausflüge bis hin zu Kolping-Familienfesten. Daneben werden Feste vorbereitet oder bei der Gestaltung des Fronleichnamteppichs geholfen. Man ist dabei, wenn Altpapier und Altkleider vierteljährlich eingesammelt werden, die „Familie“ hat auch einen Stand beim Pfuhler Dorffest oder organisiert einen eigenen Weihnachtsmarkt. Vom Erlös der Veranstaltungen sowie den Mitgliedsbeiträgen und Spenden, werden das Kolpingwerk und diverse soziale Projekte unterstützt, ist zu erfahren.

Adolph Kolping war Wegbereiter zur Gründung des Kolpingwerks mit Sitz in Köln, in dem innerhalb Deutschlands Diözesanverbände, Bezirksverbände und Kolpingfamilien strukturiert sind. Der Diözesanverband Augsburg hat beispielsweise elf Familien. Der Bezirksverband Donau-Iller, hält mit Neu-Ulm, Pfuhl, Weißenhorn, Vöhringen, Illertissen und Kellmünz sechs Kolpingfamilien mit über 700 Mitgliedern. Die älteste Familie besteht seit 1854 in Weißenhorn und die Jüngste in Pfuhl seit 1991.

Ein denkwürdiges Jubiläum

Kolpings Idee im 19. Jahrhundert war, den jungen Leuten zu zeigen, dass Leben mehr heißt, als sich tagsüber abzuplagen und abends Kneipentouren zu machen, dass Abhängigkeit mit Unwissenheit zusammenhängt, dass Gemeinschaft eine geistige Heimat braucht, dass der Glaube an Gott zeige: Leben ist mehr als das Messbare.

Wegen seines Engagements wurde er nicht nur verehrt und selig gesprochen, sondern er ging auch als „Vater der Gesellen“ in die Geschichte ein – nach seinem Tod im Jahr 1865 gab es über 400 Gesellenvereine in Deutschland, in zahlreichen europäischen Ländern sowie in Übersee. (pfl)

Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 19. März, 10 Uhr, in der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche in Pfuhl. Anschließend startet im Kirchen-Foyer der Festakt mit diversen Rednern, dem ein gemeinsames Mittagessen folgt.

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