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Ulm

20.02.2015

Ein gutes Team

Gut gelaunt mit Strauß: Kontiki-Leiter Mirtan Teichmüller mit einem Vogel, der von Kindern bei einem Afrika-Projekt im Stadtregal gebastelt wurde.
Bild: Marcus Golling

Kontiki-Leiter Mirtan Teichmüller präsentiert sein erstes Semesterprogramm. Mit der Kinderkunstschule im Ulmer Stadtregal hat er noch einiges vor.

Man sieht es dem knallgelben Heft mit der freundlichen Giraffe auf der Titelseite zunächst gar nicht an. Aber im Kontiki-Semesterprogramm steckt eine Menge Arbeit – erst recht, wenn man diese Aufgabe zum ersten Mal übernimmt wie Mirtan Teichmüller. „Es ist fast ein Himmelfahrtskommando, wenn man das noch nie gemacht hat“, sagt der Chef der Kunstschule für Kinder und Jugendliche. „Was da dranhängt, ist unglaublich.“ Teichmüller, seit Oktober im Amt, hat es dennoch geschafft. Und deutet mit seinem ersten eigenen Programm an, wohin er Einrichtung in den kommenden Jahren steuern möchte.

Ein paar Änderungen eher kosmetischer Natur zeigen sich beim Blick ins Innerer der Broschüre: Dort sind alle Kursbeginne und Veranstaltungen in einem zweiseitigen Kalender zusammengefasst – diesen kann man herausschneiden und zuhause an die Pinnwand oder den Kühlschrank hängen. Ein zusätzlicher und praktischer Service für Eltern und Kinder.

Wichtiger sind natürlich die Änderungen inhaltlicher Art. So möchte Teichmüller künftig jedes Semester mit einem Tag der offenen Tür beginnen, der Lust auf die Kurse machen soll. „Von Töpfern bis zum Silberschmieden kann man sich dort alles anschauen – und natürlich selbst Hand anlegen“, sagt der Leiter über die Veranstaltung, die am Samstag, 28. Februar, von 14 bis 17 Uhr im Stadtregal über die Bühne geht. Als Gegenstück gibt es vor den Sommerferien eine Abschlussveranstaltung: ein Stadt-Land-Fluss-Quiz am Einsteinhaus (29. Juli).

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Teichmüller will mit Kontiki auf die Menschen zugehen. „Wir sind im Stadtregal für viele nunmal sehr abgelegen“, sagt er. „Wir müssen vor jedem den Hut ziehen, der hierher kommt.“ Dazu gehört es für den Leiter der Kunstschule auch, Angebote zu schaffen, die leicht wiederholbar sind, so wie Münsterbauwerkstatt, für die sich nach seinen Angaben bereits fünf Schulen und ein Kindergarten angemeldet haben. Das Münster ist natürlich ein Fixpunkt im Kontiki-Sommersemester, die Wilhelmsburg ist ein anderer. „Wir wollen uns einmischen“, betont Teichmüller. Man wolle den jungen Blick auf wichtige Ulmer Themen zeigen. „Ich möchte Kontiki zu einer soziokulturellen Einrichtung erweitern.“ Zum Festungsbau, dessen Nutzung derzeit diskutiert wird, bietet die Schule etwa ein viertägiges „Wilhelmsburg-Entwickler-Camp“ in den Pfingstferien an.

Für die Zukunft hat Teichmüller viele Ideen, zumal Einrichtungen wie Kontiki Faktoren wie G8 oder Ganztagsschulen deutlich spüren. Er will Kooperationen mit Schulen eingehen, Jugendliche vermehrt ansprechen. Doch das gehe nicht alles auf einmal. Teichmüller: „Ich muss Geduld aufbringen.“ Zu Beginn müsse er sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Eine Herausforderung, aber eine schöne. „Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß“, sagt er. „Wir ziehen hier alle an einem Strang.“ (mgo)

Weitere Informationen: Alles über das Kontiki-Programm im Semesterheft, das unter anderem in der Vh ausliegt, und unter kontiki-ulm.de.

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