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Neu-Ulm

27.08.2019

"Eine Epoche, die bewegt": Tanzrevue für Neu-Ulms Stadtjubiläum

Die Mitglieder der Tanzschule „FKV Dance“ bringen die Geschichte der Stadt Neu-Ulm im Edwin-Scharff-Haus auf die Bühne. Das Ensemble zeigt zahlreiche Kostüme aus verschiedenen Jahrzehnten.
Bild: Verena-Rosa Kraus

Die Tanzschule „FKV Dance“ bringt im Edwin-Scharff-Haus das Musical "Eine Epoche, die bewegt" zur 150-Jahr-Feier der Stadt Neu-Ulm auf die Bühne.

Im Showgeschäft kennt sich Verena-Rosa Kraus bestens aus. Schließlich steht die professionelle Tänzerin mit Musikern wie DJ Ötzi regelmäßig auf der Bühne. Jetzt hat sich die Leiterin der Tanzschule „FKV Dance“ jedoch mit einem eigenen Musical, bei dem sie selbst Buch und Regie führt, auf Neuland gewagt. Hintergrund für die Handlung des Musicals „Eine Epoche, die bewegt“ soll die 150-jährige Geschichte der Stadt Neu-Ulm sein.

Weit über 100 Akteure stehen für die musikalische Zeitreise vor und hinter der Bühne des Edwin-Scharff-Hauses. Im Mittelpunkt der Handlung um einen geheimnisvollen Koffer steht das Mädchen Mathilda, gespielt von Cati Gerdum, und deren Großmutter Ilse. Verena-Rosa Kraus wird diese Rolle selbst übernehmen. Schillernd und voller Aufbruchstimmung stellt die Truppe die 1920er-Jahre in Neu-Ulm mit ausgelassenen und pompösen Partys im Gasthaus Konzertsaal dar. In unzählige Kostüme aus den verschiedenen Epochen der Neu-Ulmer Geschichte steigen die Darsteller während der Aufführung.

FKV Dance zeigt Musical zum Neu-Ulmer Stadtjubiläum am 8. September

Für die historischen Einblendungen, die den visuellen Rahmen für das Stück bieten, sind Kraus und ihr Team in die Tiefen des Neu-Ulmer Stadtarchivs gestiegen. Mit den großen Einblendungen nehmen die Darsteller die Zuschauer auf die Zeitreise in die vergangenen Jahrzehnte der Donaustadt mit. So bekommt das Publikum eine Ansicht des Augsburger Tors zu sehen, wie es vor 150 Jahren in voller Pracht dort gestanden hat. Vor rund sechzig Jahren fiel die Anlage den Abrissbaggern zum Opfer. Eine Zeit, die die Tanzschule auch musikalisch behandelt. Die Nachkriegszeit mit dem Wirtschaftswunder, der Rockmusik, wie sie mit den amerikanischen Soldaten nach Neu-Ulm gebracht wurde, oder die schrillen und bunten 70er- und 80er-Jahre bringt das FKV-Ensemble tänzerisch auf die Bühne. Auch das Jahrhunderthochwasser 1999, die Landesgartenschau oder die Geschichte der Hochschule werden zu sehen sein. Selbst bekannte Persönlichkeiten aus der Region, wie der Bildhauer Edwin Scharff oder der Schauspieler und Comedian Harald Schmidt, tauchen im Musical auf.

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Doch Kraus will nicht nur die bunten und lustigen Seiten der Neu-Ulmer Stadtgeschichte auf die Bühne bringen, wie sie sagt. Grau und kalt erscheint die Zeit, als die Nationalsozialisten auch in der Donaustadt die Macht übernommen hatten. „Wir wollen das unmenschliche Regime so darstellen, dass junge Zuschauer es verstehen können“, erklärt Kraus. Auch die schmerzhaften menschlichen Verluste des Krieges werden tänzerisch thematisiert.

Offenheit und Toleranz ist derweil die Botschaft des Musicals: Das Fischerstechen auf der Donau soll die Brücke in die Gegenwart schlagen, sagt Kraus: Zwischen den traditionellen Stecherpaaren werden Flüchtlingsboote auftauchen. „Dann tanzen Fischer und Flüchtlinge zusammen“, verrät Kraus und fügt hinzu: „Nicht immer synchron – so wie es im echten Leben auch ist.“ Ob es richtig oder falsch ist, wenn alle Menschen immer alles gleich machen, müsse jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden.

  • Termin: Zu sehen ist das Musical nur am Sonntag, 8. September, um 19 Uhr im Edwin-Scharff-Haus. Wer dabei sein will, muss sich beeilen: Es gibt nur noch wenige Restkarten.
  • Vorverkauf: Karten können per Mail an info@fkvdance.de geordert oder direkt bei der Tanzschule „FKV Dance“ in der Glacis-Galerie gekauft werden.

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