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28.10.2014

Eine Frau gibt den Männern den Takt vor

Monika König ist die neue Dirigentin der Sängerriege.
Bild: Deger

Monika König dirigiert die Sängerriege

Am Abend war das Konzert der Sängerriege des KSV-Unterelchingen angesetzt. Am Morgen musste die Gast-Sopranistin Diana Thoma wegen Krankheit absagen. „Was tun?“, fragte Konrad Dehm, der Vorsitzende der Sängerriege, Monika König, die neue Dirigentin der Unterelchinger Sänger. „Dann spring halt ich ein“, antwortete diese, sprach’s und sang am Abend mit ihrer Tochter Doris Hammer in Dvoraks Liebeslied „Der Ring“ ein umjubeltes Duett.

Zwanzig Lieder bot die Sängerriege zusammen mit dem gemischten Chor des Sängerbundes Steinheim dem begeisterten Publikum in der ausverkauften KSV-Halle. Vom Kärnter Volkslied „I hab di gern“ über Hubert von Goisers blusiges „Weit, weit weg“ und Thibeats Arrangement „Schuld war nur der Bossa Nova“ bis zum schottischen „Dank an die Freunde“ boten die Chöre ein heiter-besinnliches Programm von Ohrwürmern. Im Mittelpunkt des Interesses: die neue Dirigentin und ein aktiver Sänger, der seit stattlichen 60 Jahren die Sängerriege verstärkt.

Monika König aus Dellmensingen dirigiert aktuell mit dem Unterelchinger Chor drei Chöre. Guido Thoma, ihr Vorgänger bei den Unterelchinger Sängern musste aus gesundheitlichen Gründen sein Dirigat abgeben und fragte sie, ob sie in Unterelchingen seine Nachfolge antreten würde. Monika, die seit ihrer Dirigentenausbildung vor über 30 Jahren den Stab schwingt, sagte ja. Jetzt ist sie der fröhliche, aber sachkundige „Spiritus rector“ des jetzt 28 Sänger zählenden Chores. Selbst Klassikfan ist sie offen für alle Musikströmungen und „weiß, was zu einem Männerchor passt“. (mde)

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