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Industrie

17.04.2015

Eine Größe auf dem Schleppermarkt

Gerhard Mayer hat die Firma Mayer Nutzfahrzeuge in Neu-Ulm in den Jahren 1980/81 von seinem Vater Willy Mayer übernommen. Neben Gabelstaplern gehören die Unimogs zum Angebot. Das Bild zeigt ein altes Unimog-Modell.
Bild: Alexander Kaya

Seit 25 Jahren leitet Gerhard Mayer die Firma Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge in Neu-Ulm und setzt so eine über 100 Jahre alte Familiengeschichte fort

Egal ob es um Unimogs, Gabelstapler oder Kehrmaschinen geht: Bei der Firma Wilhelm Mayer kann man sie (fast) alle mieten, kaufen oder leasen. Der Betrieb gehört zu den ältesten Familienbetrieben in Neu-Ulm. Seit den Jahren 1980/81 ist Gerhard Mayer der Geschäftsführer. Er übernahm die Firma von seinem Vater Willy Mayer, der am 8. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre.

Ein Blick zurück: Schon seit dem Jahr 1954 ist Wilhelm Mayer Unimog-Generalvertreter. Und bis heute steht dieses traditionsreiche Fahrzeug für die Firma wie kein zweites. Ab 1150 Euro pro Woche gibt’s das unverwüstliche Arbeitstier. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem die Firma nur „reduziert tätig“ gewesen sei, habe sein Vater Willy Mayer die Firma wieder aufgebaut und den Schwerpunkt sehr stark auf den Großhandel verlagert, so Gerhard Mayer.

Heute zählt sich das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern selbst zu den „leistungsstärksten Handelsunternehmen in Süddeutschland“, wenngleich keine Umsatzzahlen publiziert werden.

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Die Firma hat derzeit um die 70 Mitarbeiter

Eine Firma mit Kultstatus in Landwirt-Kreisen: In den 60er Jahren wurden zwei Filme über die Firma gedreht, die früher in Gasthäusern gezeigt wurde: „Das war für die Landwirte damals ein gesellschaftliches Ereignis“, erklärt Mayer.

Immer wieder musste sich das Unternehmen Veränderungen anpassen. Früher wurden die Traktoren noch in Serie produziert anstatt wie heutzutage auf Nachfrage. Bis zum Jahr 2001 kam die Firma auf insgesamt 50000 verkaufte Schlepper. „Heute werden auf dem gesamten deutschen Schleppermarkt pro Jahr 35000 Maschinen verkauft“, ordnet Mayer diese Zahl ein. Im Jahr 2003 löste sich die Firma vom Großhandel und errichtete stattdessen einen Firmenverbund mit selbstständigen Niederlassungen.

In Zukunft wird sich die Firma auch mit den Fragen Energie und Fotovoltaik beschäftigen. Wie solche Konzepte aussehen könnten, damit wurde eine externe Beratungsfirma beauftragt. Aber: „Die Nutzfahrzeuge werden sicher unser Kernbereich bleiben“, erklärt Gerhard Mayer.

Neben den Firmengeschäften hat sich Willy Mayer immer stark an den Aktivitäten zu Ehren des deutschen Flugpioniers Hermann Köhl beteiligt. Sein Sohn Gerhard Mayer erklärt: „Mein Vater war technikbegeistert, und die Flugtechnik war für ihn ein interessantes Phänomen.“ So engagierte sich Willy Mayer für die Errichtung des Hermann-Köhl-Fliegermuseums in Pfaffenhofen und die Auflegung einer Ehrenbriefmarke in den 70er-Jahren. „Es war ihm ein Herzensanliegen, dass das Gedenken an Hermann Köhl erhalten bleibt“, erzählt Gerhard Mayer. Auch er beteiligt sich neben der Firma an weiteren Projekten, engagiert sich unter anderem bei verschiedenen Hochschulaktivitäten beispielsweise an der Hochschule Neu-Ulm.

Der Historische Filmservice Benteler hat die vier mittlerweile existierenden Wilhelm Mayer-Filme auf zwei DVDs zusammenfasst und in den Vertrieb mitaufgenommen.

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