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21.07.2010

Eine Klinik packt ein

Es gibt viel zu tun, packen wir's ein: Sigrid Losert (links), Geschäftsführerin der neuen "iTCM-Klinik Illertal" ist schon auf dem Sprung nach Illertissen. Foto: zg
Bild: zg

Illertissen Wie lang dauert es, eine komplette Klinik umzuziehen? Gerade mal sieben Tage - doch das gilt nicht für "herkömmliche" Krankenhäuser. Bei der TCM-Klinik ist das etwas anderes: "Wir haben ja nicht so viele Apparate", sagt Sprecherin Gabriele Saremba. Die traditionelle chinesische Medizin kommt mit weniger sperrigem Material aus. Mittlerweile läuft in Ottobeuren der Countdown, die letzten Tage dort sind angebrochen. Bis zum Abend des 26. Juli wird dort behandelt, dann geht es ans Einpacken. Nur wenig später eröffnet die Klinik in Illertissen wieder die Behandlungszimmer: Am 3. August nimmt sie offiziell ihren Betrieb auf.

Und sie wird dann ihren Namen ein klein wenig geändert haben. Bisher galten die drei Buchstaben TCM für "traditionelle chinesische Medizin" als griffiges Markenzeichen, künftig heißt das Haus: "iTCM-Klinik Illertal". Wobei das kleine "i" sicher nicht zufällig an coole Produkte wie den populären iPod oder das angesagte Musikprogramm iTunes des Kultkonzerns Apple erinnert. In diesem Fall steht es für "integrativ". Das bedeutet, dass in der Klinik nicht nur chinesische Ärzte nach den Methoden der östlichen Erfahrungsmedizin behandeln, sondern auch "westliche" Schulmediziner wirken, die die Patienten untersuchen. Das Wort Illertal ist der nötige Hinweis auf den Standort im Krankenhaus Illertissen.

Das Klinikteam setzt sich aus drei chinesischen Professoren sowie zwei weiteren Medizinern zusammen, einer Allgemeinärztin sowie einem Internisten und Kardiologen. Doch zum Stamm gehören auch sechs Dolmetscher. Sie übersetzen jedes Gespräch zwischen den Professoren und den Patienten.

Behandlungserfolg wir überprüft

Eine Klinik packt ein

Und es gibt noch eine Besonderheit: Nach dem Ende der Behandlung melden sich die Ärzte noch dreimal. Zum ersten Mal nach vier Wochen, dann nach drei Monaten und nach einem halben Jahr wollen sie wissen, wie die Therapie angeschlagen hat. "Es wird geprüft, ob die Behandlung nachhaltig ist", sagt Gabriele Saremba.

Für die Patienten scheint es unerheblich zu sein, wo die Klinik letztlich liegt - sie buchen bereits fleißig Termine in Illertissen. Ohnehin kommen viele von Ihnen von weiter her. Künftig genießen sie sogar einige Vorteile, denn Illertissen ist mit der Bahn viel besser zu erreichen als Ottobeuren. Auch diejenigen, die mit dem Flugzeug in Memmingerberg einschweben, haben es nicht mehr allzu weit, bis sie einem chinesischen Mediziner gegenübersitzen.

Heute wird am alten Standort schon ein bisschen Abschied genommen. An jedem Dienstag können sich Interessierte zwischen 17 und 19 Uhr in einer Art Informationssprechstunde über die Behandlungsmethoden aufklären lassen. Das wird laut Gabriele Saremba regelmäßig von 15 bis 20 Menschen genutzt. In Illertissen dürften es vor allem am Anfang deutlich mehr sein. Platz dafür ist genügend vorhanden. Das Sprechzimmer fasst 40 Personen. Auch wenn der Umzug bereits vollzogen ist, fehlt noch einiges. So wird der Stationärbereich bis zum 3. August nicht fertig sein. Das ist laut Gabriele Saremba aber kein Problem, denn die Illertalklinik bietet dafür ihre Betten an. Außerdem fehlt der TCM noch ein eigener Eingang. Er wird sich dort befinden, wo früher der Glaspavillon stand. Bis er fertiggestellt ist, werden die Patienten über die Pforte der Illertalklinik einstweilen "umgeleitet"

Die erste Sprechstunde, eine kostenlose Patienteninformation zu den Methoden der Klinik, findet am Dienstag, 3. August im 2. Obergeschoss der iTCM-Klinik Illertal statt (17 bis 19 Uhr).

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