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Eine Lobeshymne auf den Fußball-Bezirk Donau/Iller

Kommentar Von Pit Meier
09.01.2021

Plus Im Fußball-Bezirk Donau/Iller läuft es seit Jahrzehnten prima. Das wird auch unter dem künftigen Vorsitzenden so bleiben.

Ein altgedienter Sportredakteur hat in den vergangenen Jahrzehnten sieben Bundespräsidenten erlebt. Aber nur zwei Vorsitzende des Fußball-Bezirks Donau/Iller: Heinz Kneer und Manfred Merkle. Ein Vergleich, der deutlich macht, wie einschneidend die personelle Veränderung ist, die Ende Mai auf die vielen Fußballer und ihre Fans zwischen Kellmünz und Oberelchingen zukommt:

Merkle übergibt dann sein Amt nach mehr als 20 Jahren an Hans-Peter Füller. Gleichzeitig zeichnet sich schon jetzt ab, dass es im Amateurfußball keine Zäsur geben wird, die auch ganz und gar unangebracht wäre. Schließlich wurde in den vergangenen Jahrzehnten – übrigens durchweg ehrenamtlich – hervorragend und unaufgeregt gearbeitet. Eine Feststellung, die sogar für die Zeit der Corona-Pandemie gilt, auf die sich die Fußballamateure so wenig vorbereiten konnten wie die Politiker und die Mediziner.

Dass in vielen Ligen nach der vergangenen auch die aktuelle Saison nicht regulär beendet werden wird, das dürfte unausweichlich sein. Die Suche nach Auswegen hat längst begonnen. Im Amateurfußball wird nichts von oben verordnet, es wird diskutiert und abgestimmt – nicht über die beste Lösung, die es wahrscheinlich nicht gibt. Aber über die am wenigsten schlechte. Das gilt auch für andere Themen, die immer noch aktuell sein werden, wenn Corona es hoffentlich nicht mehr ist: Weniger jugendliche und aktive Spieler, weniger Mannschaften, zu wenige Schiedsrichter, Umstrukturierungen in den Bezirken und im Verband.

Ziemlich zeitnah wird es dann Beschlüsse geben, an die sich jeder Verein und jeder Spieler hält und die zwischen Kellmünz und Elchingen niemand mehr zerredet – nicht nur in dieser Hinsicht sind die Amateurfußballer Vorbilder für viele andere Sportverbände. Auch in Sachen Transparenz macht ihnen keiner was vor: Wenn ein Spiel verlegt oder abgesagt wird, wenn es Strafen für Vereine oder einzelne Spieler gibt, dann wird das kommuniziert und schlüssig begründet. Das wird auch nach dem Wechsel an der Spitze des Bezirks Donau/Iller so bleiben.

Ist das nun eine Lobeshymne? Ein Stück weit vielleicht. In erster Linie ist es ehrliche Anerkennung für eine Organisation und ihre Macher, mit denen man über Jahrzehnte toll zusammengearbeitet hat und das mit absoluter Sicherheit auch künftig tun wird. Der Wechsel an der Spitze ist ein guter Anlass, all das einmal zu schreiben, was einfach auch einmal geschrieben werden muss.

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