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Parade

11.02.2015

Eine Reise von Schottland nach Ulm

Das rund dreitausendköpfige Publikum in der Ratiopharm Arena war von den Darbietungen der „Musikparade“-Marching Show begeistert. Schottland war das Thema des Programms und einer kleinen Rahmenhandlung, und so eröffneten die „Pipes and Drums“ der „City of Norwich Band“ die dreistündige Musikfolge.
Bild: Wilhelm Schmid

Laute Märsche und gefühlvolle Balladen: Bei der „Marching Show“ zeigen Bands aus verschiedenen Ländern ihr Repertoire

Dreitausend Marschmusikbegeisterte ließen sich das Spektakel nicht entgehen: Die „Musikparade“, als „Marching Show“ deklariert, gastierte im Rahmen ihrer Deutschlandtournee in der Ratiopharm Arena. „Schottland“ war dieses Mal das Thema der Rahmengeschichte, in der die musikbegeisterte „Fiona“ von ihrem Vater „McGuinness“ die Erlaubnis erhält, sich die Welt anzusehen und dort die besten Marching-Bands zu besuchen. Begleitet wird sie dabei von der „City of Norwich Pipe Band“, die mit ihren Dudelsackklängen und den dazu gehörigen Drums und dem obligatorischen „Amazing Grace“ die Show eröffnete.

Die Reise ging zuerst nach Osteuropa, wo ein Militärorchester aus Weißrussland die im Programm angekündigten Nachbarn aus der Ukraine vertrat, die vermutlich aufgrund der aktuellen Situation nicht auftreten konnten; eine Erklärung der Veranstalter gab es dazu nicht. Mit dem schwäbisch-bayerischen Traditionsmarsch „Laridah“ übernahm die Musikkapelle Bad Bayersoien aus den Ammergauer Alpen die Arena. Im Repertoire: Der Auftritt des „Kini“ mit seiner Sissi, die ihren Musical-Song „Ich gehör’ nur mir“ zum Besten gab oder der „Deutschmeister-Regimentsmarsch“. Noch nicht genug der Bayern-Klischees: Der „Schneewalzer“, das „Trompetenecho“ und das „Münchner Hofbräuhaus“ durften nicht fehlen.

Nach der Pause erfreute das offizielle Repräsentationsorchester der polnischen Streitkräfte, das Luftwaffenmusikkorps aus Radom. Eine grandiose Marschbesetzung zog mit „Guardsmen Wind Brass Band“ aus Bulgarien auf: Sie präsentierte eine klassische Marsch-Show, um schließlich bis zum „Final Countdown“ vorzudringen und sich mit dem russischen Schlafliedchen „Bajuschki Baju“ im Marschgewand zu verabschieden.

Dann gab es den wohl originellsten Auftritt: Die „Bicycle Show Band Crescendo“ aus Opende (Niederlande) kurvte auf Fahrrädern freihändig durch die Arena und die Damen in den holländischen Trachten sowie die dazu gehörigen Herren schafften es mitsamt ihren Holzschuhen, sowohl in verschiedensten Formationen unfallfrei zu radeln als auch durchaus fetzige Musik dabei zu spielen.

Zum Finale traf das Schottenmädchen Fiona ihren Vater wieder. Oberstleutnant Sergej Rabiychuk, einziger Vertreter der Ukraine, dirigierte zunächst den Einzug aller Musikkorps und schließlich sang „Fiona“ (Liset Vrugteveen) das Schubert-„Ave Maria“. Zum Schluss durften der zum Klatschmarsch degenerierte „Radetzky“ und die „Alten Kameraden“ nicht fehlen, ohne die es in Sichtweite der Wilhelmsburg als Entstehungsort des meist gespielten Marsches der Welt natürlich gar nicht geht.

Bei uns im Internet

Bilder zur „Marching Show“

www.nuz.de/bilder

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