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Roggenburg

30.05.2019

Eine eigene Wetterstation für die Kreisstraße

Diese Anlage sammelt Wetterdaten an der Kreisstraße NU1 in Schießen.
Bild: Franz Schmid

Das Staatliche Bauamt Krumbach hat in Schießen eine neue Anlage mit Sensoren und einer Kamera installiert. Sie hilft dem Winterdienst.

Eine neue Messstation mit Sensoren und Kamera an der Kreisstraße NU1 bei Schießen hat das Interesse von Franz Schmid geweckt. Sammelt das System am Ortseingang von Biberach kommend etwa Daten von vorbeifahrenden Autos? Und wer hat die Anlage überhaupt aufgestellt? Das sind Fragen, die sich der Kreisrat der Grünen und womöglich auch schon einige Autofahrer gestellt haben. Von der Gemeinde Roggenburg erfuhr Schmid lediglich, dass das Staatliche Bauamt Krumbach das System installierte.

Auf Nachfrage gibt die Behörde gegenüber unserer Redaktion nähere Auskunft dazu: Die Anlage dient nicht der Verkehrsüberwachung, misst also nicht die Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Autos oder Ähnliches. Vielmehr ist sie eine von vielen sogenannten Straßenwetterstationen. Neben der in Schießen stehen im Landkreis Neu-Ulm bereits welche in Burlafingen, Vöhringen, an der Illerbrücke bei Kellmünz und in Obenhausen. Die Wetterstationen stellen den Straßenmeistereien hilfreiche Informationen zur Verfügung, nämlich Daten wie zum Beispiel zum Zustand der Fahrbahn, Lufttemperatur, Feuchtigkeit und Niederschlagsart. „Für einen effektiven und wirtschaftlichen Winterdienst ist eine möglichst frühzeitige und zuverlässige Wettervorhersage von entscheidender Bedeutung“, teilt das Staatliche Bauamt mit.

Alle zehn Minuten nimmt die Kamera Bilder auf

Die gelieferten Daten werden demnach in einem Winterdienstmanagementsystem verarbeitet und zusammengeführt. Zur Plausibilitätsprüfung nimmt eine nachtsichtfähige Kamera auch alle zehn Minuten Bilder vor Ort auf. Betrieben wird das Managementsystem von der Autobahndirektion Nordbayern. Die Aufzeichnungen und Wetterdaten werden einem ausgewählten Personenkreis innerhalb der bayerischen Staatsbauverwaltung zur Verfügung gestellt.

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Im Hinblick auf den Datenschutz müssen sich Autofahrer keine Sorgen machen: „Das ist nicht Big Brother“, heißt es aus der Krumbacher Behörde. „Durch die Straßenwetterstationen werden keine personenbezogenen Daten erfasst.“ Ebenso erfolge keine Auswertung der erfassten Bilder, zumal diese in regelmäßigen Intervallen automatisch überschrieben würden.

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