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Neu-Ulm

01.07.2020

Eine neue Chance für den Neu-Ulmer Wohnungsmarkt?

Michael Veiga, der neue Geschäftsführer der Nuwog, vor dem Geschäftshaus in der Schützenstraße in Neu-Ulm.
Bild: Alexander Kaya

Plus Die Nuwog hat einen neuen Geschäftsführer. Wer er ist und was seine Pläne für die Stadt Neu-Ulm sind.

Fünf Jahre lang war Andreas Heipp Geschäftsführer der Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft (Nuwog), ab diesem Mittwoch übernimmt der 51-jährige Michael Veiga das Ruder. Im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger zieht Heipp ein Fazit und Veiga erzählt, welche Pläne er hat.

Die Experimentierfreudigkeit und Qualität der Nuwog ist branchenweit bekannt

„Die Nuwog ist in der Branche sogar bundesweit für ihre Projekte und ihre Experimentierfreudigkeit bekannt“, sagt Veiga. Er freue sich sehr, dass es endlich losgehe. Für ihn habe die Stadt Neu-Ulm sehr viele Chancen. „Das Schlimme beim Wohnungsbau ist meistens, dass man mehr Ideen als Geld hat und trotzdem wollen wir mit viel Enthusiasmus vorangehen“, sagt er beim Gespräch am Dienstag.

Die Nuwog sei ihm auch wegen des guten Quartiersmanagements bekannt. „Ich bin mir sicher, das werden wir in den nächsten Jahren genauso erfolgreich weiterführen.“ Einige Projekte, wie das Ulmer Hofgut beispielsweise, oder auch die Wohnungen im Wiley Nord, sind gerade im Gange.

Eine neue Chance für den Neu-Ulmer Wohnungsmarkt?

Auch der dritte Bauabschnitt beim Münsterblick soll in den kommenden zwei Jahren fertig werden und nicht zu vergessen seien die Sozialwohnungen in Nersingen und Elchingen, so Heipp. „Planungsmäßig folgt dann das Wohnen am Illerpark, da ist man gerade in der Organisation mit dem Architekten“, sagt der ehemalige Geschäftsführer. Derzeit verwaltet die Nuwog etwa 2600 Wohnungen und hat 50 Mitarbeiter.

Der ehemalige Geschäftsführer zieht weiter nach Bamberg

Für Heipp ist jetzt Schluss mit Nuwog – und auch hinter Neu-Ulm zieht er einen Schlussstrich: Für ihn geht es bei der St. Joseph-Stiftung in Bamberg weiter. Von der jungen Stadt Neu-Ulm zur Weltkulturerbestadt – eine große Umstellung für Heipp? „Vor der Zeit in Neu-Ulm war ich in Coburg tätig, auch eine mittelalterliche Stadt. Das Ziel bleibt – egal ob alte oder neue Stadt – das gleiche: Identität zu schaffen“, sagt der ehemalige Nuwog-Leiter. In den fünf Jahren, in denen er bei der Wohnungsgesellschaft war, seien große Fortschritte gemacht worden. „Für die Bevölkerung ist das am sichtbarsten anhand der Häuser, die entstanden sind“, sagt Heipp. Es habe unter seiner Führung Veränderungsprozesse bei der Nuwog gegeben. Diese lobt auch Albsteiger. Die Oberbürgermeisterin und Heipp kennen sich nicht erst seit Beginn ihrer Amtszeit. „Sie war diejenige, die als Stadträtin das Gespräch mit mir gesucht hat“, erzählt Heipp. Dementsprechend gut verlief die Zusammenarbeit mit der Politik. Und das soll auch so weitergehen, sagt Albsteiger.

OB Albsteiger zählt auch wegen des enormen Wachstums der Stadt auf die Nuwog

Sie sieht eine Herausforderung für die Stadt und die Nuwog in den kommenden Jahren: „Nach wie vor ist der Zuzug in Neu-Ulm enorm. Dementsprechend groß ist der Wohnungsdruck. Die Nuwog als 100 prozentige Tochter der Stadt spielt eine große Rolle“, sagt Albsteiger. Angesichts der langen Wartelisten und der Corona-Krise vielleicht sogar eine größere als bisher? „Ich glaube nicht, dass Corona die Nachfrage verändern wird“, prognostiziert Veiga. Die Wartelisten seien lang und werden das auch bleiben. „Auf Dauer können wir nicht alle glücklich machen und den Zuzug kann man nur ein stückweit steuern“, sagt der neue Nuwog-Leiter.

Das ist Michael Veiga

Veiga ist in der Baugenossenschaftsbranche kein Unbekannter. Der gelernte Immobilienökonom und Real Estate Manager (M.A.) war von 2001 bis 2005 Geschäftsführer beim Gemeinnützigen Bauverein in Andernach. Vor seinem Wechsel zur Nuwog, arbeitete er als Vorstandsvorsitzender bei der Baugenossenschaft Ardensia in Karlsruhe. Veiga ist in der Eifel geboren, 51 Jahre alt und wohnt im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld. Außerdem geht er in seiner Freizeit gerne Jagen.


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