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Aida-Premiere

06.06.2017

Einfach nur fantastisch

Aida-Premiere in der Wilhelmsburg. Unser Bild zeigt Anna Danik als Amneris und Eric Laporte als Radamès.
Bild: Jochen Klenk

Das Publikum nimmt die Verdi-Oper im Hof der Wilhelmsburg begeistert auf

Stehende Ovationen gab es, als die Ulmer Philharmoniker nach der Aida-Premiere auf der Wilhelmsburg die Bühne im Kasernenhof betraten – und ein herrlicher, warmer und trockener Abend in der alten Festung trug das Seine bei zu einem beeindruckenden Opernvergnügen. Die Premiere von Verdis „Aida“ könnte der Auftakt für einen wirklich großen Theatersommer gewesen sein. Die NUZ fragte Besucher nach ihren Eindrücken.

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Franziska Albrecht kommt vom Bodensee und hat erstmals eine Inszenierung auf der Wilhelmsburg besucht. „Das kann es mit der Bühne der Bregenzer Festspiele aufnehmen“, urteilt sie. Der Abend habe ihr „sehr, sehr gut“ gefallen. „Vor allem der dramatische Abgang.“ Franziska Albrecht lobt: „Tolles Bühnenbild, tolle Atmosphäre, tolle Stimmen! Ich werde wiederkommen.“

Sabine Bibo aus Ulm ist über die Verlegung der Bühne in die Nordwest-Ecke der Festung froh. „Das wirkt viel imposanter auf diese Weise.“ Musikalisch hat ihr Verdis „Aida“ unter Leitung von Timo Handschuh sehr gefallen. „Die Stimmen sind toll. Super. Und die Beleuchtung nach der Pause, als es dunkel war, das war genial. Dass die Inszenierung modern ist, finde ich in Ordnung.“ Erschrocken aber sei sie über die Bewaffneten auf der Bühne. „Das in einer Zeit von Krieg und Terror. Es war für mich wirklich schwierig, dass Waffen auf Menschen gerichtet sind.“

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Am statischen Anfang der Inszenierung störte sich der Ulmer Jürgen Greher. „Die ersten Minuten wirkten auf mich altbacken. Hier steht jemand und singt, und dort steht jemand und singt. Wobei Valda Wilson als Aida perfekt ist, und auch Anna Danik als Amneris ist großartig.“ Die Leistung der Chorsänger und des Orchesters lobt Greher. Wirklich begeistern konnte er sich für den letzten Akt. „Da kamen so viele Emotionen rüber, das war einfach nur fantastisch. “

Begeistert ist auch die junge Nersingerin Regina Heudorf. „Das Ende des zweiten Aktes hat mich am meisten berührt, das war ganz, ganz toll. Und dann natürlich der letzte Akt. Die Gefühle erreichen den Zuschauer voll, und die Atmosphäre in der Nacht – das war klasse.“

„Ich kann nicht Italienisch und finde es schade, dass man die Übersetzungen erst lesen konnte, als es dunkel war“, sagt Felix Mayer aus Mainz. „Die weiße Tafel blieb weiß, so lange es hell war. Ich hätte mir gewünscht, die Texte verstehen zu können.“ Die Inszenierung gefiel ihm aber sehr. „Wie die Wilhelmsburg einbezogen wird, das ist toll. Die Fenster, die Beleuchtung, die Stimmung, die da entsteht.“

„Die Kulisse ist großartig“, lobt Wolfgang Oser aus Burgrieden. „Es ist unglaublich, wie man mit wenigen Leuten in den Hauptrollen Großes machen kann.“ Ulm brauche sich gegenüber anderen Open nicht zu verstecken . „Musikalisch ist das super, was hier gezeigt wird, und das Orchester war beeindruckend gut.“ (köd) "Feuilleton Seite 22

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