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14.10.2009

El Masri muss erneut zum Psychiater

Neu-Ulm Der Deutsch-Libanese Khaled El Masri wird nach seinem Angriff auf den Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg erneut psychiatrisch begutachtet. Damit will die Staatsanwaltschaft nach den Worten von Dr. Johannes Kreuzpointner auf Nummer sicher gehen bei der Beurteilung, ob El Masri zum Tatzeitpunkt schuldfähig war.

Wenige Tage vor seinem Überfall auf Noerenberg war El Masri bereits zwangsweise ins Bezirkskrankenhaus nach Günzburg gebracht worden und dort untersucht worden. Allerdings hatten die Psychiater dabei nichts entdecken können, was eine längerfristige Unterbringung des Mannes gerechtfertigt hätte.

Dennoch hat die Staatsanwaltschaft nun eine neuerliche Untersuchung des 46-Jährigen in Auftrag gegeben. Erst wenn das Ergebnis vorliegt, könne Anklage erhoben werden. Nach Lage der Dinge wird er sich wegen gefährlicher Körperverletzungen verantworten und sich auf einen längeren Gefängnisaufenthalt einstellen müssen. Wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Dekra-Mitarbeiter und wegen Brandstiftung im Metro-Markt stand er noch unter Bewährung.

Bis zum Prozess bleibt El Masri in Untersuchungshaft. Zu seinen Motiven für den Überfall auf Noerenberg hat er sich noch nicht geäußert. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft aus anderen Quellen Erkenntnisse gewonnen, aus denen sich das Motiv nachvollziehen lasse, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Kreuzpointner gestern.

Über die Details dieser Erkenntnisse schwieg der Chefankläger sich jedoch aus. Das Gericht hat El Masri inzwischen einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt.

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