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Elchingen

29.11.2017

Elchingen investiert Millionen in Bauprojekte

Einen Eindruck von der geplanten Neugestaltung des Klostervorplatzes konnten sich die rund 50 Besucher im Konstantin–Vidal-Haus machen.
Bild: Andreas Brücken

Rathauschef Joachim Eisenkolb macht Bürgern aber wenig Hoffnung auf weitere große finanzielle Sprünge.

Zum jährlichen Rechenschaftsbericht der Stadtverwaltung lud Bürgermeister Joachim Eisenkolb in das Konstantin-Vidal-Haus ein. Etwa 50 Bürger der Gemeinde waren gekommen. Konkrete Zahlen über die anstehenden Ausgaben im kommenden Jahr konnte Eisenkolb jedoch noch nicht geben, weil die Räte den Haushalt im vergangenen Hauptausschuss nicht verabschieden wollten. Zu wenig detailliert seien die Aufstellungen der Verwaltung gewesen, weshalb der Finanzentwurf wieder zurück in die Fraktionen geschickt wurde.

Doch machte der Rathauschef den anwesenden Bürgern wenig Hoffnungen, dass in der Gemeinde finanziell in den kommenden Jahren große Sprünge gemacht werden könnten. Schließlich sei die Liste der bevorstehenden Baustellen lang – und kostspielig: Die beiden Kindergärten sind in die Jahre gekommen, weshalb über einen Neubau statt über Sanierung nachgedacht wird. Auch beim Feuerwehrhaus und der Wasserversorgung stehen Ausgaben in Millionenhöhe an. Das alles seien jedoch Investitionen, mit denen Werte geschaffen würden, die in den kommenden Jahrzehnten bestehen, so Eisenkolb.

Ihrem Unverständnis gegenüber den Bestrebungen der Stadt Neu-Ulm, aus dem Landkreisverbund auszusteigen, machten einige Besucher der Versammlung Luft. Warum die Kreisräte dem Neu-Ulmer Bürgermeister nicht ins Gewissen reden würden, wollten sie von Eisenkolb wissen. Der beteuerte das Gegenteil: „Wir reden natürlich miteinander, aber nicht in der Öffentlichkeit.“ Die Druckmittel gegen der Landkreispolitiker einen möglichen Nuxit seien aber gering, gab der Bürgermeister zu.

Als Lichtblick wies Eisenkolb auf die Wiederbelebung des ehemaligen Realgeländes hin, womit zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse gespült werden sollen. Eine weitere Großbaustelle für das Jahr 2018 wird sich vor der Klosterkirche auftun. Hier soll der Vorplatz saniert und umgestaltet werden. Rund 1,5 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Einer Besucherin gingen die Maßnahmen auf dem Klosterberg nicht weit genug: „Vorne hui, hinten pfui“, sagte sie und meinte damit die Mauer der Klosterstuben. Bürgermeister Eisenkolb stimmte ihr zu und erklärte, dass er bereits mit dem Besitzer geredet hätte. Dieser lehne es jedoch ab, die Mauer mit historischen Steinen teuer zu sanieren. Auch der Aufforderung des Denkmalschutzbehörde vom Landratsamt sei der Eigentümer noch nicht nachgekommen. „Allein durch gutes Zureden geschieht hier offensichtlich nichts“, stellte Eisenkolb fest, der darauf hofft, dass steigender Druck von den Behörden den Besitzer noch zum Einlenken bewegen könne.

Zum Schluss legte Eisenkolb den Besuchern nahe, sich für die Bürgerinitiative für besseren Lärmschutz an der A8 zu engagieren. Hier hätten die Elchinger die Gelegenheit, ihren Forderungen für den Autobahnausbau mehr Nachdruck zu verleihen: „Alle Argumente sind an die Regierung von Schwaben weitergegeben – jetzt folgen die Emotionen der Betroffenen.“

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