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Elchingen

25.03.2015

Elchingen macht Platz für junge Familien

Das bisherigen Mischgebietes „Obere Mühlau“ soll in ein reines Wohngebiet mit 42 Bauplätzen umgewidmet werden.
Bild: mde

Gemeinde schafft 42 neue Baugrundstücke im Osten Unterelchingens. Doch das Gebiet hat auch einen Haken.

Fraktionsübergreifende Freude herrschte im Elchinger Gemeinderat nach der Vorstellung des Rahmenplanes zur Umwidmung des bisherigen Mischgebietes „Obere Mühlau“ zwischen der Straße „Am Seegraben“ und der Staatsstraße 2021 in ein reines Wohngebiet. „Wir haben den Zug auf’s Gleis gesetzt“, meinte Bürgermeister Joachim Eisenkolb und er sprach damit nicht nur vom beschleunigten Verfahren, das für diese Erschließungsplanung möglich ist, sondern auch von den 42 Baugrundstücken zwischen 420 und 675 Quadratmetern Grundstücksgröße, auf denen ebenso viele Einfamilienhäuser entstehen sollen.

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Der nicht allzu große Zuschnitt der Grundstücke und ein Quadratmeterpreis unter 200 Euro, wie ihn der zweite Bürgermeister Johann Gröger (FWE) ins Gespräch brachte, sollen das Bauen in der „Oberen Mühlau“ besonders für junge Familien erschwinglich machen. Im größten Teil des neuen Baugebietes ist ein- bis eineinhalbgeschossige Bauweise erlaubt, in einem kleinen Bereich, dem Übergang vom jetzigen Gewerbegebiet in das künftige Wohngebiet sind drei Vollgeschosse erlaubt. Wegen der Lage des Baugebietes an der Staatsstraße 2021, dem Gewerbegebiet südlich der Weisinger Straße und einer östlich gelegenen landwirtschaftlichen Hofstelle, kann die „Obere Mühlau“ zwar nicht als 1a-Baugebiet bezeichnet werden. Lärm- und Geruchsemissionen sollen jedoch durch entsprechende Maßnahmen innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte bleiben. Das soll vor allem durch einen etwa vier Meter hohen Lärmschutzwall garantiert werden. Dessen Kosten werden durch die kostenlose Materialanlieferung aus dem Tunnelbau der Bundesbahn in einem vertretbaren Rahmen bleiben, wie Planer Zint erläuterte.

Der Verkehr im Baugebiet, in dem eine Tempo 30 Zone gelten soll, wird durch eine 5,50 Meter breite Ringstraße geregelt, im Bereich des jetzigen Sportplatzes soll ein Kleinkinderspielplatz eingerichtet werden. Die Grundstücke sollen nach dem Elchinger Modell durch die Gemeinde vermarktet werden. Auf den Einwurf von Richard Rösch (DGO), der Wall sei zu mächtig und nehme außerdem mit seinem elf Meter breiten Fuß zu viel Baufläche weg antwortete Erwin Zint, dass eine Holzwand zwar nur den halben Flächenverbrauch beanspruche, dafür aber zwei- bis dreimal teurer sei als ein Erdwall. Der vorgesehene Wall wird auf der Straßenseite von der Gemeinde gepflegt und soll auf der Grundstückseite von den jeweiligen Anwohnern genutzt werden.

Der überplante Bereich zwischen der Straße „Seegraben“ und der Staatsstraße 2021 weist eine Fläche von vier Hektar auf, von denen sich 3,4 Hektar in Gemeindebesitz befinden. Die Bauplätze sollen abschnittweise angeboten und über mehrere Jahre hinweg verkauft werden, um eine Überlastung öffentlicher Einrichtungen wie Kindergärten und Krippen zu vermeiden. (mde)

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