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Theater Ulm

10.02.2018

„Elektra“ fesselt das Publikum

„Eine kraftvolle, starke Inszenierung, musikalisch eine hervorragende Leistung.“Nein, es ist keine Mutterliebe: Elektra (Susanne Schimmack, oben) mit Klytämnestra (I Chiao Shih).
Bild: Ilja Mess

Die Zuschauer sind von der Premiere der Strauss-Oper im Großen Haus rundum begeistert. Manche verteilen sogar Extra-Lob

Schwere Kost, die das Premierenpublikum jedoch rundum begeisterte: Richard Strauss Seelendrama-Oper „Elektra“ (nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal) wurde am Theater Ulm in der Inszenierung von Operndirektor Matthias Kaiser vom Publikum gefeiert, mit Bravorufen für die Solisten. Die NUZ fragte nach der Premiere Zuschauer.

Für den Mailänder Autor Vittorio Mascherpa und die aus der Toskana stammende italienische Musikwissenschaftlerin Marilisa Lazzari war Ulm bislang nur ein Punkt auf der Landkarte, eine Autobahnausfahrt. Bei einer Opernaufführung in Innsbruck erfuhren beide zufällig von der Ulmer „Elektra“-Premiere und entschlossen sich zum spontanen Besuch. Sie seien beide sehr beeindruckt von Kaisers Inszenierung, schildern sie. Die Stimmen, das Orchester und die umgesetzte Dramatik seien in ihrer Gesamtheit für sie derart überzeugend gewesen, dass beide weitere Besuche im Theater Ulm einplanen wollen. Besonderes Lob bekommen Susanne Schimmack als Elektra und I Chiao Shih als Klytämnestra von den neuen Ulm-Fans.

„Super!“, lobt auch die Ulmerin Elisabeth Kast den Abend. „Sensationell! Eine kraftvolle, starke Inszenierung, musikalisch eine hervorragende Leistung aller!“ Susanne Schimmack rage in der Titelrolle gesanglich aus dem insgesamt sehr guten Ensemble heraus, findet die Zuschauerin.

Ähnliche Worte findet das Ulmer Ehepaar Gisela und Peter Milewski. Die persönliche Tragik Elektras sei äußerst beeindruckend dargestellt, Sänger wie Orchester seien großartig. „Die Spannung war vom ersten Moment an da und blieb bis zum letzten!“ Dass Hugo von Hofmannsthals Texte teilweise etwas schwierig sind, spiele beim Opernpublikum kaum eine Rolle, weil die Musik dominiere, sagt Peter Milewski. Opernchef Kaiser zeige zum Ende seiner Ulmer Zeit noch einmal, was er kann.

„So viel Spannung vom ersten Moment an, und so ein toller Fokus auf die Psyche der Elektra und die Charaktere der Akteure insgesamt“, lobt die Irin Kate Allen die Inszenierung. „Es war wundervoll! Großartig!“ Die Stimme der Elektra-Darstellerin Susanne Schimmak hat es auch Alexander Halbert besonders angetan. „Sie war sehr eindrucksvoll. Aber der ganze Abend war emotional“, sagt der Ulmer.

„Eine tolle Aufführung“, lobt die Ulmerin Gisela Scheuffele. „Was für eine Dramatik! Stimmen und Orchester waren großartig, aber auch das düstere Bühnenbild und die Führung der Akteure. Wirklich eine großartige Leistung!“ "NUZ-Kritik Seite 16

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