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Pfaffenhofen

16.03.2020

Enttäuschung bei SPD und CSU, Freude bei Freien Wählern

Das Rathaus in Pfaffenhofen.
Bild: Willi Baur

Plus Der Marktgemeinderat in Pfaffenhofen bekommt neue Mitglieder. Die Frauenquote ist noch niedriger als bisher. Ein Erfolg zeigt sich erst sehr spät und einer wird im künftigen Gremium besonders vermisst.

Eines hat sich auch im neuen Marktgemeinderat in Pfaffenhofen nicht verändert: Es sind überwiegend Männer, die ab Mai die Plätze im Sitzungssaal einnehmen. Sieben Frauen waren es im alten Rat, doch die Quote ist jetzt noch geringer: Vier Frauen wurden gewählt, davon ein neues Gesicht – Susanne Schmid zieht für die Grünen in den Rat. Die Grünen, aber auch die Freien Wähler, können sich im Vergleich zum bisherigen Gremium über mehr Sitze freuen. Die Fraktion der Grünen ist von einem auf zwei Sitze gewachsen, die Freien Wähler haben nun acht anstatt sechs Räte.

Wöhrle und Oetinger sind Spitzenreiter bei den Freien Wählern

Andreas Wöhrle erreichte die meisten Stimmen bei den Freien Wählern (FWG) und freut sich über den Wahlerfolg seiner Liste (27,8 Prozent der Stimmen): „Wir haben uns erhofft, mindestens einen zuzulegen und können sehr zufrieden sein, dass wir sogar zwei mehr bekommen haben.“ Ob es bald einen Zweiten Bürgermeister aus den Reihen der Freien Wähler gibt? Man habe das Thema zwar in der Wahlnacht kurz angesprochen, aber noch keine Entscheidung getroffen und müsse sich zunächst einmal mit den anderen Räten verständigen. Durch den Wahlerfolg ist es nicht unmöglich, dass Pfaffenhofen mit Wöhrle oder Christoph Oetinger einen Zweiten Bürgermeister vorschlägt. Wöhrle spricht außerdem von einem „richtigen Neuanfang“ in Pfaffenhofen.

Sebastian Sparwasser (links) löst Josef Walz (Mitte) ab. Christoph Oetinger war Kandidat der Freien Wähler.
Bild: Sophia Huber

Die meisten Stimmen bekam die CSU mit 32,8 Prozent. Das hat jedoch nicht gereicht, um erneut acht Kandidaten ins Rathaus schicken zu können. „Wir haben uns darauf eingestellt, vielleicht einen Sitz zu verlieren, aber keine zwei“, sagt Franz Winter, der die meisten Stimmen gewann. Er freue sich darüber, ist mit dem Gesamtergebnis allerdings nicht zufrieden. Der ehemalige Zweite Bürgermeister, Erwin Stötter, trat bei dieser Wahl nicht mehr an, dennoch gibt es auch in den Reihen der CSU noch keine Tendenzen, ob ein stellvertretender Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen wird.

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SPD ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis

Auch Karlheinz Thoma, der derzeitige Dritte Bürgermeister Pfaffenhofens, ist im neuen Rat nicht mehr vertreten. Er stand auf Platz zwei der SPD-Liste, hatte allerdings knapp hundert Stimmen zu wenig. Nach vorne gehäufelt wurden dagegen Hans-Ulrich Hartmann (Platz 6) und Johann Kast (Platz 8). „Wir können leider nicht zufrieden mit dem Ergebnis sein“, sagt Kast. „Es schmerzt sehr, dass wir Herrn Thoma nicht mehr dabei haben.“ Mit einem Vorsprung der Freien Wähler habe er durchaus gerechnet, gegen Ende der Auszählung wurde es jedoch spannend: „Beim letzten Briefwahlbezirk sind sie von fünf auf sechs Sitze gesprungen, das war sehr knapp“, erzählt Kast.

Erst um 0.22 Uhr stand der neue Gemeinderat fest. Sowohl SPD als auch CSU freuen sich trotz der eigenen Verluste über den neuen Bürgermeister, Sebastian Sparwasser.

Die Wählergemeinschaften Roth/Berg sowie Biberberg-Balmertshofen ziehen erneut mit zwei, beziehungsweise einem Sitz in den Rat. Besonders freuen kann sich Josef Schweiggart, der mit 1046 Stimmen fast jede fünfte Stimme für die WG Roth-Berg bekam.

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