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05.12.2019

Erbacher Drogenhändler müssen in Haft

Einer der beiden Männer gehört einem berüchtigten Clan an

Im großen Stil haben zwei Männer im Alter von 35 und 26 Jahren von ihrem Wohnort Erbach aus einen lukrativen Handel mit Marihuana getrieben, bis sie von der Polizei gefasst wurden. Jetzt sind die beiden nach viertägiger Verhandlung von der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Ulm zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.

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Der jüngere Angeklagte soll im Mai und Juni bei drei Gelegenheiten in Erbach insgesamt vier Kilogramm Marihuana zum Gesamtpreis von 12000 Euro an einen Abnehmer verkauft haben. Zudem soll er vorgehabt haben, im Februar 2019 bei einem Hintermann in Stuttgart zwei Kilogramm Drogen zu einem Einkaufspreis von 2400 Euro zu erwerben. Doch der Unbekannte soll trotz Übergabe des Geldes das Marihuana nicht geliefert haben. Mehr Glück hatten die Erbacher, als sie in Heidenheim bei einem Drogenverkäufer ein Kilogramm der Droge erwarben, um das Marihuana weiterzuverkaufen. Dieses Mal hatten die Angeklagten griffbereit im Auto zwei Messer, eine Taschenlampe in Form eines Schlagstocks sowie ein Faustmesser.

Der Prozess wurde unter starken Sicherheitsvorkehrungen geführt, weil einer der beiden Angeklagten zu einem berüchtigten Clan gehört, der Drogenhandel und Prostitution in Ulm kontrolliert. Immer wieder mussten sich Clanmitglieder in den vergangenen Jahren vor Ulmer Gerichten verantworten. Erwischt wurden die Angeklagten, als sie nach dem Heidenheimer Deal auf dem Heimweg in eine Polizeikontrolle gerieten, bei der ihr Fahrzeug untersucht wurde. Die Beamten fanden Drogen und Waffen. Ein Angeklagter wurde wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in fünf Fällen unter Einbeziehung einer Strafe aus einem früheren Urteil zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten und zu der weiteren Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Zudem wurde das Einziehen der Taterträge in Höhe von 12000 Euro angeordnet. Der zweite Angeklagte wurde wegen bewaffneten Handelstreibens mit Marihuana zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt, wobei die Kammer in diesem Fall von einem minderschweren Fall ausgegangen ist. (bh)

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