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Theater

04.04.2011

„Erlöst“ in die neue Spielzeit

Gruppenbild im Montagesaal (von links): Ballettchef Roberto Scafati, Opernchef Matthias Kaiser, Pressedramaturgin Susanne Lehmke, der neue Generalmusikdirektor Timo Handschuh und Jugenddramaturgin Nele Neitzke – weiter (von rechts) der leitende Schauspieldramaturg Michael Sommer, Musikdramaturg Benjamin Künzel, Verwaltungsleiterin Angela Weißhardt, Dramaturgin Silke Meier-Künzel und Intendant Andreas von Studnitz.
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Gruppenbild im Montagesaal (von links): Ballettchef Roberto Scafati, Opernchef Matthias Kaiser, Pressedramaturgin Susanne Lehmke, der neue Generalmusikdirektor Timo Handschuh und Jugenddramaturgin Nele Neitzke – weiter (von rechts) der leitende Schauspieldramaturg Michael Sommer, Musikdramaturg Benjamin Künzel, Verwaltungsleiterin Angela Weißhardt, Dramaturgin Silke Meier-Künzel und Intendant Andreas von Studnitz.
Bild: Fotos (3): roma

Die Sparte Schauspiel bereitet zwei Uraufführungen mit lokalem Bezug vor

Ulm Mit Puccinis „Madame Butterfly“ wird am 22. September 2011 die neue Spielzeit am Theater Ulm eröffnet (Regie: Matthias Kaiser). Dann hat Intendant Andreas von Studnitz den Ausweichsommer auf der Wilhelmsburg hinter sich und kann wieder das Große Haus bespielen. Eröffnungspremiere der Sparte Schauspiel ist am 6. Oktober mit Strindbergs „Totentanz“ (Regie: Antje Thoms). Die Ballettcompagnie bietet mit Roberto Scafati am 26. Februar 2012 Prokowjefs „Romeo und Julia“.

Schauspiel: zwei Uraufführungen im Großen Haus, beide mit lokalem Bezug, beide Werke im Moment in der Entstehungsphase: Mut beweist das Theater Ulm mit seinem Schauspielprogramm für die Saison 2011/2012.

Rommel-Recherche in Zeitzeugengesprächen

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Für Stephan Suschkes und Michael Sommers Stück, das momentan noch den Arbeitstitel „Rommel/Homburg/Tod/Traum“ trägt und Kleist „Prinz von Homburg“ in Beziehung setzt zu den letzten 24 Stunden im Leben des „Wüstenfuchses“ Erwin Rommel, besuchte Michael Sommer in der vergangenen Woche Rommel Sohn Manfred. Derzeit recherchieren die Autoren in Zeitzeugengesprächen, was noch über den letzten Lebenstag Rommels rekonstruierbar ist. Die soldatische Ehre im Gegensatz zum Überlebenstrieb, die Inszenierung des Krieges und seine Realität, Rommels tatsächliche Situation und sein zum militärischen Event stilisiertes Begräbnis werden im Stück hinterfragt, das am 26. Januar 2012 Premiere haben wird.

Die zweite Uraufführung der kommenden Spielzeit, „Erlöst Albert E.“ von Gerhard Stäbler, wird sich mit dem Paradoxon „Zeit“ beschäftigen; die Premiere wird am 14. Juni 2012 sein.

Die Frage nach der Erlösung aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln – religiös, durch die Liebe oder durch die Flucht aus einer unerträglichen Beziehung – steht im Zentrum der Spielsaison. Die Fragen deshalb, „denn wenn auf der Bühne Erlösung geschieht, sollte möglichst bald der Vorhang fallen“, so Intendant Andreas von Studnitz.

In August Strindbergs „Totentanz“, dem ersten Schauspiel der kommenden Spielzeit (Premiere am 6. Oktober), ist die Ehe die Hölle – in Molières „Die Schule der Frauen“ (Premiere am 1. Dezember) der Himmel, zumindest aus männlicher Sicht. Der Schiffschaukelschubser „Liliom“ (Premiere des Ferenc Molnár-Stücks am 3. Mai 2012) liebt Julie – und schlägt sie. Nach ihrem Tod sind im Himmel zu viele Fragen offen, Liliom muss für einen Tag auf die Erde zurück.

Spannendes erwartet das Publikum im Podium: Studnitz wird Lessings „Nathan der Weise“ inszenieren (Premiere am 1. Oktober), nur eine Woche später setzt Katja Langenbach Juli Zehs literarische Amoklauf-Betrachtung „Good morning, boys and girls“ als Stück für Jugendliche ab 15 Jahren szenisch um. Nele Neitzke inszeniert am 28. Januar Ari Kaurismäkis „I hired a contract killer“, Fanny Brunner am 17. März Nis-Momme Stockmanns „Der Mann, der die Welt aß“. Zum Spielzeit-Schluss im Podium gibt es ab 11. Mai 2012 Georg Büchners „Leonce und Lena“.

Musiktheater(Großes Haus): Puccinis „Madame Butterfly (Premiere 22. September); Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ (3. November); Bizets „Carmen“ (22. Dezember); Händels „Ariodante“ (16. Februar), Janáceks „Die Sache Makropulos“ (19. April 2012); Stäblers „Erlöst Albert E.“ (Uraufführung 14. Juni 2012). Musical „Sugar – Manche mögens heiß“ (22. März).

Podium: „Herzalarm 1/2“ (14. Oktober). John Cage-Musiktheaterproduktion „Europeras 3&4“, 18. Mai 2012.

Ballett(Großes Haus): Prokofiews „Romeo und Julia (1. März 2912).

Podium: Junge Choreografen der Ballettcompagnie (Uraufführung 29. Oktober 2011).

Weihnachtsmärchen: Der Lindgren-Klassiker Pippi Langstrumpf (16. November). (köd/roma)

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