Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Erst Schnee, jetzt Regen: Kommt es zu Hochwasser an Donau und Iller?

Landkreis Neu-Ulm

28.01.2021

Erst Schnee, jetzt Regen: Kommt es zu Hochwasser an Donau und Iller?

Tauwetter und anhaltender Regen könnten in bestimmten Regionen zu Hochwasser führen. Auch im Landkreis Neu-Ulm?
Foto: Kaya (Archivbild)

Plus Wetterexperten warnen aktuell vor Tauwetter mit viel Regen. Die Folge: Hochwasser in bestimmten Regionen. Wie ist die Lage an Donau und Iller im Kreis Neu-Ulm?

Erst der viele Schnee, jetzt soll es in den kommenden Tagen beinahe durchregnen. Wetterexperten warnen vor Tauwetter mit viel Regen und warmen Temperaturen. Die Folge: Hochwasser. In Teilen von Baden-Württemberg und Bayern sollen die Wasserstände rasch ansteigen. Wie ist die Lage an Donau und Iller im Landkreis Neu-Ulm?

Ludwig Humbaur, Beauftragter für den Hochwassernachrichtendienst beim Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth und zuständig für die Wasserpegel-Messstationen im Landkreis Neu-Ulm, sieht die Lage in der Region aktuell noch gelassen.

Stand Donnerstag, 12 Uhr, werde laut Prognosen entlang der Iller die Meldestufe eins nicht erreicht. Das aber, sagt er, könnte sich noch ändern. Denn noch ist unklar, wie viel Schmelzwasser aus dem Allgäu kommt. Genauere Vorhersagen hierzu seien erst am Freitag möglich. Von Meldestufe eins spricht man, wenn stellenweise Ausuferungen überschwemmt werden. Sobald landwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Straßen auftreten, ist beispielsweise von Meldestufe zwei die Rede.

Wie ist die Hochwasserlage entlang der Donau?

Entlang der Donau sieht die Lage im Vergleich zur Iller aktuell etwas anders aus. Für die Messstation bei Ehingen-Berg (Alb-Donau-Kreis) soll es zu einem Hochwasser kommen, das es so nur alle zwei bis zehn Jahre gebe. "Also schon ein größeres Ereignis", sagt Humbaur. Grund hier sei das Schmelzwasser aus dem Schwarzwald. Die Meldestufe eins werde hier dann auch erreicht - "im ungünstigsten Fall" mit einer Abflussmenge von 400 Kubikmeter pro Sekunde.

An der Messstation in Ulm-Wiblingen, wo Donau und Iller zusammentreffen und wo es meist zu Überschwemmungen kommt, werde - Stand Donnerstag, 12 Uhr - noch keine Meldestufe eins erreicht. Doch auch das sei abhängig davon, wie sich die Lage binnen der kommenden Stunden und Tage verändere. Wie warm wird es? Wie viel Schmelzwasser kommt aus den höheren Lagen?

Hochwasser-Vorhersagen aktuell schwierig: Situation wie jetzt gibt es "nicht so oft"

Vorhersagen seien aktuell unter anderem deshalb so schwierig, weil es eine derart "besondere" Situation wie jetzt "nicht so oft" gibt, sagt Humbaur. Gemeint ist der vergleichsweise viele Schnee und der nun anhaltende Regen. Entsprechend wenig Erfahrungen würden bei derartigen Wetterlagen vorliegen.

Der Höchststand wird vorerst für Samstag erwartet. Doch sofern die Wettervorhersagen stimmen, könnte sich die Lage kommende Woche zuspitzen, wenn es weiter regnen und es weiter warm bleibt. Dem Grundwasserspiegel würde es gut tun, meint der Pegel-Experte: "Moderater Regen wäre wichtig."

Die Feuerwehren in der Region geben indes Tipps, was aufgrund der aktuellen Situation gegen Hochwasser helfen könnte. Die Wehr in Altenstadt empfiehlt in ihrem neuesten Facebook-Post, Gullideckel und generelle Abläufe vom Schnee zu befreien sowie gegebenenfalls auszuleeren, um einem mit Wasser überschwemmten Keller und/oder Straße vorzubeugen.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren