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Landkreis Neu-Ulm

15.03.2020

Erstes Corona-Opfer im Landkreis Neu-Ulm: 83-Jähriger stirbt in Klinik

Im Landkreis Neu-Ulm ist der erste Mensch am Coronavirus gestorben.
Bild: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild, dpa (Symbolbild)

Das Coronavirus hat nun im Landkreis Neu-Ulm ein erstes Todesopfer gefordert. Das bestätigten nun das Landratsamt Neu-Ulm und die Kreisspitalstiftung.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag darüber informiert, dass zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt worden sind. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei einem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen." Der Mann ist in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Ein zweiter Todesfall wurde nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Landkreis Oberallgäu bestätigt. Dabei handelt sich sich um eine über 80-jährige Patientin aus Kempten, die ebenfalls in der Nacht zu Sonntag gestorben ist.

Das sagt das Landratsamt zum Corona-Todesfall im Landkreis Neu-Ulm:

Zum ersten Todesfall haben das Landratsamt und die Kliniken der Kreisspitalstiftung folgende Presseerklärung veröffentlicht:

"Mit Bedauern geben die Kliniken der Kreisspitalstiftung und das Landratsamt Neu-Ulm bekannt, dass ein 83-jähriger Patient letzte Nacht am neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verstorben ist. Bei dem Patienten handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus Italien. Er lag seit dieser Woche auf der Intensivstation der Stiftungsklinik Weißenhorn. Der Mann hatte bereits vielfache Vorerkrankungen und gehörte aufgrund der Vorerkrankungen sowie seines Alters zur Hochrisikogruppe. Seine Ehefrau befindet sich in der Klinik in Quarantäne. Das Ergebnis bei ihr war negativ. Weitere Angaben können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gemacht werden. Aktuell werden in den Kliniken der Kreisspitalstiftung keine weiteren, mit Corona infizierten Patienten auf einer Intensivstation behandelt.

Corona-Virus: Ältere Menschen und Vorerkrankte besonders betroffen

Bei rund 80 Prozent aller Fälle verläuft die Krankheit laut Robert Koch-Institut milde, so dass die Betroffenen keine oder kaum Symptome haben. Aber besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit versterben.

Landratsamt bekräftigt Besuchsverbot in Kliniken wegen der Virusgefahr

Es ist deshalb wichtig, besonders ältere und bereits kranke Menschen zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel das Betretungsverbot für Besucherinnen und Besucher der Kliniken, das diese Woche umgesetzt wurde. Generell gilt es die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu verlangsamen und Infektionsketten zu durchbrechen, um unser Gesundheitssystem nicht schlagartig zu überlasten.

Wir drücken der Familie und den Angehörigen unser herzliches Beileid aus. Wir wünschen ihnen viel Kraft und unsere Gedanken sind bei ihnen."

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