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Weißenhorn

26.02.2014

Fällt die Entscheidung im Frühling?

Schließung oder Weiterbetrieb – demnächst geht es ums Ganze: Die Müllverbrennungsanlage steht Ende März im Kreisbauausschuss und dann Mitte April im Kreistag auf der Agenda.
Bild: Alexander Kaya

Studie zur Zukunft der Müllverbrennungsanlage liegt vor

Weißenhorn Schließung oder Weiterbetrieb – demnächst geht es ums Ganze: Die Müllverbrennungsanlage steht Ende März im Kreisbauausschuss und dann Mitte April im Kreistag auf der Agenda. Dabei soll es um ein Gutachten gehen, das die Umstände einer möglichen Fortführung untersucht hat. Erstellt wurde die Studie vom bayerischen kommunalen Prüfungsverband. Ihr Inhalt ist noch vertraulich: Peter Dieling, Jurist am Landratsamt, wollte dazu gestern keine Angaben machen. Nur so viel: Das Gutachten soll viele Seiten stark sein.

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Die Experten haben die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte eines möglichen Weiterbetriebs der Anlage studiert. In den anstehenden Sitzungen sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Es sei vorgesehen, öffentlich darüber zu sprechen. „So wird das Resultat in die Kommunalpolitik eingespeist“, sagt Dieling. Ob es dann in Sachen Müllverbrennungsanlage zu einem wegweisenden Beschluss kommt, ist noch nicht klar: „Das könnte möglich sein“, glaubt der Jurist am Landratsamt.

Das Gutachten soll demnächst an die Kreisräte verteilt werden. Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung müssen sich dagegen wohl in Geduld üben: Sie werden erst in den Sitzungen Informationen erhalten. „Wir werden die Unterlagen vorher nicht heraus geben“, sagt Dieling.

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Wie berichtet läuft aktuell ein Ausschreibungsverfahren. Gesucht wird ein Unternehmen, das ein Energienetz aufbaut, die Abwärme der Verbrennungsanlage im Eschach aufnimmt und die Hitze an Abnehmer verkauft. Offenbar gibt es dafür mehrere Interessenten, derzeit finden Gespräche statt.

Mitarbeiter des Landratsamts halten sich bedeckt

Ansonsten halten sich die Mitarbeiter des Neu-Ulmer Landratsamts mit Hinweis auf das laufende Verfahren bedeckt. Möglicherweise könnten im Kreisbauausschuss Ende März erste Ergebnisse präsentiert werden. Dem Vernehmen nach ist dafür der nicht öffentliche Teil der Sitzung vorgesehen.

In der Stadt Weißenhorn ist bereits ein Fernwärmenetz in Betrieb: Heißes Wasser strömt von einer Biogasanlage in Grafertshofen aus durch Leitungen in die Innenstadt. Damit werden etwa die sanierten Schlösser beheizt. Das Kraftwerk soll demnächst erweitert werden. Zuletzt war im Gespräch, auch die Müllverbrennungsanlage an das Netz anzuhängen. (caj)

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