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Weißenhorn

25.03.2015

Fahrraddiebe haben Busbahnhof im Blick

Immer mehr Fahrraddiebstähle hat die Polizei in Weißenhorn und dessen Ortsteilen registriert.
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Immer mehr Fahrraddiebstähle hat die Polizei in Weißenhorn und dessen Ortsteilen registriert.
Bild: Alexander Kaya

Die Polizei Weißenhorn stellt ihre Statistik für 2014 vor. Es gab so wenige Straftaten wie lange nicht - dennoch stieg in manchen Bereichen die Anzahl der Delikte an.

In Weißenhorn und seinen Ortsteilen lebt es sich sicher. Das geht aus der Statistik hervor, die Polizeichef Gerhard Klingler gestern vorgestellt hat. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 728 Straftaten registriert – 77 weniger als im Jahr zuvor. „Das ist der niedrigste Stand seit 2009“, erklärte Klingler. Vor allem die Aufklärung der Brandserie im November und der Automatenaufbrüche im Dezember seien zwei große Erfolge gewesen. In einigen Bereichen gibt es dennoch einen Zuwachs an Delikten. Ein Überblick.

Straftaten: Im Vergleich zu Bayern steht Weißenhorn bei der Anzahl an Straftaten gut da. Die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) ermöglicht einen solchen Vergleich, in dem die Anzahl der Delikte auf 100000 Einwohner hochgerechnet wird. In Bayern lag die KHZ im Jahr 2014 bei 5164, im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bei 4254 – in Weißenhorn und seinen Ortsteilen nur bei 2955. In der Innenstadt lag die Zahl mit 3448 höher.

Aufklärung: Die Aufklärungsquote liegt bei 62,4 Prozent und ist somit um 6,7 Prozentpunkte gesunken. Das liege vor allem an den sich häufenden Diebstählen im öffentlichen Raum wie Fahrraddiebstählen, von denen nur rund zwei Prozent aufgeklärt werden. „Das zieht unsere Statistik nach unten“, so Klinger.

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Diebstähle: Mit 206 Taten hatte die Polizei dieses Jahr 34 Fälle weniger in diesem Bereich zu bearbeiten. Die Zahl der Fahrraddiebstähle sei aber deutlich angestiegen – vor allem im Bereich des Bahnhofs, der durch die im Jahr 2013 reaktivierte Bahnstrecke und den neuen Busbahnhof mehr Zulauf erhalten hat. Dabei könnte ein Großteil der Fahrraddiebstähle verhindert werden, so Klingler: „An ein gutes Fahrrad soll ein gutes Schloss hin.“ 33 mal wurden Dinge aus Autos gestohlen (2013: 11).

Einbrüche: Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich ebenfalls erhöht. 2014 gab es 14 solche Fälle – fünf mehr als im Vorjahr. Polizeichef Klingler vermutet, dass dieser Anstieg darauf zurückzuführen ist, dass „nicht örtliche Täter von außerhalb“ am Werk waren: „Die begehen hier eine Straftat und ziehen dann weiter“. Dennoch gebe es keinen Grund, dass die Bevölkerung besorgt sein müsse.

Drogen: Die Zahl der Drogenfälle ist in der Statistik der Polizei Weißenhorn um 24 Delikte auf insgesamt 39 Fälle gesunken. „Aber hier gibt es sicherlich eine hohe Dunkelziffer“, räumt Klinger ein. Zudem würden Fälle, bei denen weiterer Ermittlungsbedarf bestehe an die Rauschgiftarbeitsgruppe in Senden weitergeleitet. „Dort haben wir eine deutliche Zunahme an Fällen“, erklärt Klinger. Meist gehe es dabei um Cannabis und Marihuana, in wenigen Fällen auch um Chistal Meth und synthetische Drogen wie Amphetamine.

Verdächtige: Im Jahr 2014 gab es insgesamt 430 Tatverdächtige, das sind 15 weniger als im Vorjahr. Davon waren acht Kinder, 38 Jugendliche (bis 18 Jahren), 102 Heranwachsende (bis 21 Jahren) und 328 Erwachsene. Während die Kinder- und Jugendkriminalität im Vergleich zum Vorjahr abgenommen hat, haben sich die Delikte von Heranwachsenden fast verdoppelt.

Verkehr: Im Jahr 2014 gab es in Weißenhorn 977 Verkehrsunfälle – der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Zugenommen hat allerdings die Anzahl an schwer verletzten Personen bei Unfällen (29) und die Anzahl derer, die unter Alkohol- (104 Fälle) oder Drogeneinfluss (34 Fälle) hinterm Steuer saßen, wobei Klingler bei Letzteren die Dunkelziffer höher schätzt.

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