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Weißenhorn

18.03.2015

Fair bringt mehr

Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weißenhorner Weltladens Rosa Kämena (links) und Hanne Stocker begutachten die neuen Waren zur Osterzeit.
Bild: Felix Oechsler

Weißenhorn ist seit knapp einem Jahr „Fairtrade“-Stadt. Davon profitiert auch der Weltladen, dessen Betreiberverein bereits neue Projekte plant.

Denn seit vergangenem Jahr darf sich Weißenhorn „Fairtrade“-Stadt nennen. „Dieser neue Titel hat sich auf unseren Umsatz ausgewirkt“, sagt Weiß. Besonders gefragt seien derzeit Kaffee und Schokolade, aber auch Trommeln und Blechuhren aus Recyclingmaterial seien der Renner.

Das Angebot der Bildungsgruppe des Vereins, die Schulklassen und Kindergartengruppen durch den Weltladen führt, sei gut angenommen worden. „Es ist wichtig, dass man Jugendliche und Kinder anspricht und sie gleich für das Thema interessiert und nicht bloß Waren verkauft“, erklärt Weiß. Auch die Erwachsenenbildung ist wichtig, so Ulrich Hoffmann, der Vorstandsmitglied und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist. Das fange bei den eigenen derzeit 40 Mitarbeitern an. Aber der Verein bemühe sich generell sehr, die Öffentlichkeit über Fairtrade zu informieren.

Mit dem Siegel „Faitrade“-Stadt sind viele Kriterien verbunden. Unter anderem sollten dazu auch im Stadtrat bei Sitzungen fair gehandelte Produkte konsumiert werden. Hoffmann, der auch Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei im Weißenhorner Stadtrat ist, bestätigt: „Das gibt es durchgängig in allen Sitzungen.“ Zuerst habe man den Bürgermeister daran erinnern müssen, aber jetzt sei es immer direkt bereitgestellt.

Hoffmann erklärt weiter: „Fair gehandelter Kaffee und Limonade sind schon einmal nicht schlecht, aber da hört es ja nicht auf.“ Man könne auch bei Bauvorhaben auf fair gehandelte Waren achten, beispielsweise woher Steine bei Pflasterungen kommen.

Einen großen Vorteil habe der Weltladen durch seinen Standort mitten im Herzen von Weißenhorn: „Wir sind gut in die Stadt integriert. Es ist schön, dass wir nicht in einer Nische sind, sondern mit anderen Gewerbetreibenden verknüpft sind – gefühlsmäßig wie räumlich“, sagt Hoffmann.

Für die kommende Zeit hat der Weltladen-Verein wieder einige Projekte vor sich: Im Jahr 2014 wurden zwei Modenschauen veranstaltet. Auch dieses Jahr soll es eine geben – wahrscheinlich im Herbst. Zudem beteiligt sich der Verein bei der Weißenhorner Kulturnacht und zeigt Kurzfilme zum fairen Handel. Auch im Weltladen selbst hat sich im vergangenen Jahr einiges getan: Das Geschäft bekam eine bessere Beleuchtung. Als nächste Renovierungsmaßnahme stehe das Schaufenster an – es soll Isolierglas und einen modernen Rahmen bekommen. Derzeit werden dazu Angebote eingeholt. Danach soll die Außenfassade in Angriff genommen werden.

Mitarbeiter Der Weltladen sucht Ehrenamtliche, die sich beim Ladendienst, der Bildungsarbeit oder Dekoration einbringen. Interessierte wenden sich entweder an den Weltladen direkt unter 07309/929198, an Margit Bohatsch unter 07309/2803 oder an Wolfgang Weiß unter 07309/7632.

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