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03.07.2010

Fall Esmeralda: Hauptverdächtiger schweigt

Ulm Im Fall der getöteten Esmeralda H. hat das Amtsgericht Ulm gegen den 26-jährigen Hauptverdächtigen Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm gestern mit.

Der Richter eröffnete dem Mann den Inhalt der Anschuldigungen nach einer Anhörung am Krankenbett. Wie berichtet, liegt der 26-Jährige nach einem Selbstmordversuch in einer Ulmer Klinik, befindet sich jedoch nicht mehr in Lebensgefahr. Der Beschuldigte entschied sich im Beisein seines Anwalts, keine Angaben zu machen.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mitteilten, soll der Mann in ein Gefängniskrankenhaus verlegt werden, sobald dies aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes möglich ist. Derzeit wird er von der Polizei in der Klinik überwacht.

Der 26-jährige Türke steht im Verdacht, die 19-jährige Esmeralda H. am Sonntagmorgen in ihrer Wohnung im Universum-Center erstickt zu haben. Angeblich war er in die junge Frau unglücklich verliebt. Anwohnern gegenüber hatte er sich als Freund des Opfers bezeichnet.

Esmeralda H. war am Sonntagabend von ihrer Mitbewohnerin tot in der gemeinsamen Wohnung entdeckt worden. Die Obduktion ergab, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Möglicherweise wurde sie zuvor sexuell misshandelt. Nach Auswertung der Aufnahmen von Überwachungskameras und der Vernehmung von Zeugen war schnell der 26-jährige Mann ins Visier der Soko "Aufzug" der Kriminalpolizei geraten. (mru)

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