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Oberelchingen

04.03.2019

Fasnachtsgottesdienst: Halleluja statt Helau

Auf voll besetzte Besucherreihen blickte Pater Ulrich Keller beim Fasnachtsgottesdienst in der Klosterkirche Oberelchingen.
Bild: Andreas Brücken

Pater Ulrich Keller begrüßte beim Fasnachtsgottesdienst in der Klosterkirche Oberelchingen viele Besucher - und sprach darüber, was nach dem Fasching bleibt.

Passender hätte die Bibelstelle mit der Hochzeit zu Kana zum Fasnachtsgottesdienst in der Klosterkirche Oberelchingen nicht sein können. Wie dort im Johannesevangelium zu lesen ist, rettete Jesus dem Bräutigam vor zwei Jahrtausenden die Hochzeit: Dem Gastgeber waren die alkoholischen Getränke ausgegangen und der Sohn Gottes sorgte mit seiner Wandlung vom Wasser zum Wein für ein Wunder und wahrscheinlich auch für gute Stimmung auf der historischen Party.

„Ein Pfundskerl war dieser Jesus, der überhaupt nicht ehrakäsig war und immer darauf geschaut hat, dass es den Leuten gut geht“, sagte Pater Ulrich Keller gestern in seiner Predigt. Diese hielt er übrigens nicht am Altar, sondern aus der Mitte der voll besetzten Besucherreihen. Etwas ganz Besonderes sei damals in Kana entstanden. „Die Menschen sind aus vielen verschiedenen Gründen gekommen, aber aus einem Grund geblieben – und das war die Freundschaft.“

Pater Ulrich Keller verlässt die Elchinger Pfarrei in diesem Jahr

Damit schlug Keller den Bogen zu den anwesenden Fasnachtsfreunden: Auch wenn in den vergangenen Wochen auf den feucht-fröhlichen Feiern viel Wein und Bier geflossen sei, bleibe nach Aschermittwoch etwas viel Wichtigeres bestehen als Faschingsorden oder Lippenherpes: „Es geht um die Freundschaft, die ihr erleben dürft“, sagte Keller und erntete am Ende seiner Predigt sogar einen lang anhaltenden Applaus.

Keller überzeugte die Gottesdienstbesucher mit hintergründigen Späßen und geistreichen Witzen. Obwohl Keller in diesem Jahr die Elchinger Pfarrei verlassen wird, werden sicher viele Gläubige darauf hoffen, den Seelsorger in den kommenden Jahren wieder auf dem „Heiligen Berg“ zum Fasnachtsgottesdienst erleben zu können. (anbr)

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