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Neu-Ulm

03.11.2019

Felix Neureuther ist lieber in Neu-Ulm als bei der DFB-Pokal-Auslosung

Hunderte Besucher zwischen 10 und 70 Jahren kamen zum Besuch des Publikumslieblings und früheren Profi-Skirennfahrers Felix Neureuther nach Neu-Ulm.
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Hunderte Besucher zwischen 10 und 70 Jahren kamen zum Besuch des Publikumslieblings und früheren Profi-Skirennfahrers Felix Neureuther nach Neu-Ulm.
Bild: Roland Furthmair

Plus Felix Neureuther begeisterte Hunderte Fans. In Neu-Ulm plaudert der Skirennfahrer im Ruhestand über früher, jetzt und über die wirklich wichtigen Dinge.

Das erwartet riesige Interesse hat der Auftritt von Deutschlands beliebtestem Skirennfahrer Felix Neureuther am Samstag in Neu-Ulm ausgelöst: Hunderte Besucher zwischen 10 und 70 Jahren kamen zur 50-Jahre-Jubiläumsfeier von Sport Sohn. Und der 35-Jährige ließ seine Fans gleich wissen, dass er diesen Besuch einem Auftritt beim Deutschen Fußball-Bund vorgezogen hatte: „Mir geht es noch nicht so gut und am Sonntag sollte ich in Dortmund die Auslosung des DFB-Achtelfinales vornehmen, das kann ich gesundheitlich noch nicht machen und musste den Veranstaltern absagen. Aber Neu-Ulm, immerhin noch in Bayern, wollte ich nicht enttäuschen“. Sprachs, und hatte wieder mal alle Sympathien auf Anhieb abgeräumt. Der 13-malige Einzel-Weltcup-Sieger, Ski-Mannschafts-Weltmeister und Silber- und Bronze-Einzelmedaillengewinner hat eine starke Grippeerkrankung gerade erst überstanden.

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Dass Neureuther im März diesen Jahres vom aktiven Rennsport zurückgetreten ist, tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Über Langeweile kann er sich auch nicht beschweren: Fernsehanstalten wussten um seinen Stellenwert und verpflichteten ihn sofort als Sportexperten und Moderator.

Felix Neureuther ist lieber in Neu-Ulm als bei der DFB-Pokal-Auslosung

Felix Neureuther spricht in Neu-Ulm über Erfolge und Emotionen

In Neu-Ulm sprach der Slalom-Spezialist im Ruhestand auch über die benachbarte Alpenrepublik. „Der Stellenwert eines österreichischen Skifahrers ist in seiner Heimat ganz anders als bei uns. Da sind alle mit vollen Emotionen dabei“, so „der Felix“, der mit seinen Gesprächspartnern stets per du ist. Dass er allerdings als „Piefke“ in Österreich den höchsten Stellenwert genießt, kürzlich in Wien die Laudatio eim Abschied seines Freundes und hartnäckigsten Sportrivalen Marcel Hirscher halten durfte und dabei selber gefeiert wurde wie ein Einheimischer, ließ der Bayer in seiner bescheidenen Art unerwähnt. Dafür sprach er über seine Gefühle beim eigenen Karriereende: „Natürlich war mein Rücktritt lange überlegt, schlussendlich hat die Vernunft gesiegt. Beim letzten Rennen in Andorra sind mir in den Sekunden vor dem Start noch mal die letzten Jahrzehnte durch den Kopf gegangen, aber einmal muss man den Haken setzen“. Die vielen Besucher ließ Neureuther auch wissen, dass sein emotional unvergessliches Erlebnis sein Weltcupsieg in Kitzbühel war. „Als plötzlich mein Vater im Zielraum der „Streif“ wartete und mich umarmte, war schon ergreifend.“ Immerhin war Christian Neureuther an gleicher Stelle 31 Jahre davor ebenfalls als Erster ins Ziel gekommen.

Überraschende Parallelen zeigten sich auch abseits der Skipisten: Am 2. November 1976, also uf den Tag genau 43 Jahre vor Felix Neureuthers Besuch in Neu-Ulm, war seine Mutter „Gold-Rosi“ Mittermaier, als amtierende Doppel-Olympiasiegerin bei Sport Sohn in Ulm zu Gast.

Es gebe kein Geheimrezept dafür, beliebt zu sein, sagte Felix Neureuther am Samstag: „Einfach nur Mensch bleiben, nicht jammern über eigene Befindlichkeiten, kämpfen, aufstehen. Schon morgen geht es nach schwierigen Momenten wieder aufwärts. Menschen die ihren Alltag im Griff haben, glücklich mit ihren Familien leben, das sind meine Vorbilder. So haben es meine Eltern uns vorgelebt“. Es gebe schließlich viel Schlimmeres als sportliche Misserfolge und Verletzungen.

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