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Weißenhorn

01.08.2019

Festival „Weißenhorn Klassik“ sucht und findet Vorbilder

Schon 2018 gab es ein Krabbelkonzert im Ratssaal - auch dieses gibt es bei "Weißenhorn Klassik" wieder Musik für Babys und ihre Eltern.
Bild: Alexander Kaya

Die sechste Saison des von Sopranistin Esther Kretzinger bietet acht Konzerte an historischen Spielorten. Die Musik, die dort erklingt, ist aber nicht immer aus alten Zeiten.

Das Kammermusikfestival „Weißenhorn Klassik“ geht indie nächste Runde: Am Samstag, 16. November, startet die sechste Ausgabe der Reihe, die insgesamt acht Termine umfasst, bis auf das Abschlusskonzert alle im Renaissance-Saal des Rathauses. Das neue Festivalprogramm greift unter dem Motto „Vorbilder“ die Frage nach dem Weg einer Leitfigur auf. Bedeutende Komponisten aller Musikepochen sind vertreten: unter anderem Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Sie alle hatten eigene Vorbilder – wurden selbst zu welchen. Diese Idee bildet den roten Faden, der sich in dieser Saison durch das Programm von Intendantin Esther Kretzinger zieht.

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Bestritten wird dieses auch 2019 wieder von hochkarätige Künstlern. Zur Eröffnung (Samstag 16. November, 19 Uhr) lässt das Pleyel Quartett Köln, Experten auf dem Gebiet der frühen Kammermusik, historisches „Musik-Material“ erklingen. Dieses Konzert ist ein Beitrag zum Franz-Martin-Kuen-Jubiläumsjahr. Am Folgetag (Sonntag 17. November, 16 Uhr) darf im historischen Ratssaal wieder gekrabbelt und gequietscht werden, wenn das Pleyel Quartett Köln zusammen mit Schülern des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums für Eltern mit Babys und Kleinkindern musiziert.

Internationale Gäste bei den Abokonzerten

Weiter geht es im Programm mit den drei Abokonzerten des Festivals. Den Anfang macht das deutsch-isländische Ensemble Adapter zusammen mit Sopran Esther Kretzinger (Samstag 23. November, 19 Uhr). Dazu gibt es eine „Klanggalerie“ von Marianne Hollenstein (Installation, Performance) und Georges-Emmanuel Schneider (Violine, Live-Elektronik). Einflüsse des Modern Jazz und die traditionelle Musik seiner orientalischen Kultur inspirieren den Pianisten Omer Klein (Sonntag 24. November, 18 Uhr). Zusammen mit Mandolinist Avi Avital präsentiert Klein eigene Kompositionen in Gegenüberstellung mit Musik von Johann Sebastian Bach. Der israelisch-palästinensische Pianist Saleem Ashkar interpretiert in Weißenhorn neben Werken Ludwig van Beethovens auch solche des Franzosen Pierre Boulez (Samstag 30. November, 19 Uhr).

Festival „Weißenhorn Klassik“ sucht und findet Vorbilder

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An zwei Sonntagen im Dezember folgen Auftritte lokaler, aber auch internationaler Nachwuchstalente (1. Dezember, 18 Uhr) sowie von Mark Klawikowskis Mitmachtheater „Spontanello!“ (8. Dezember, 16 Uhr). Das historische Stadttheater wird wieder den festlichen Rahmen für das Abschlusskonzert (Donnerstag, 26. Dezember, 19 Uhr) bilden, wenn der Violinvirtuose und Countertenor Dmitry Sinkovsky mit der Cembalistin Olga Watts bei Weissenhorn Klassik zu Gast ist.

Karten sind ab 2. August erhältlich

Zu „Weißenhorn Klassik“ gehören auch wieder kostenlose Angebote für Schulklassen. Gefördert wird das Festival von der Stadt, dem Landkreis, dem Bezirk und dem Kultusministerium, dazu kommen Partner aus der Wirtschaft, unter anderem unsere Zeitung. Veranstaltet wird das Festival vom Verein Klang & Kunst. Karten und Abos sind ab Freitag, 2. August, über die Website und bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. (az)

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