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Ulm

23.04.2019

Feuerwehr löscht Großbrand bei Entsorgungsfirma in Ulm

Einen Großbrand hat die Feuerwehr in einem Entsorgungsbetrieb im Ulmer Industriegebiet Donautal gelöscht.
Video: Thomas Heckmann

Großeinsatz im Ulmer Donautal: Altpapier auf einem Firmengelände hat Feuer gefangen und immensen Schaden verursacht. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Hitze war so groß, dass sich ein Feuerwehrmann die Augenbrauen verbrannte – das berichtet ein Zeuge vom Großbrand beim Entsorgungsunternehmen Veolia im Ulmer Gewerbegebiet Donautal.

Am Dienstag haben dort nach Angaben der Polizei mehr als 100 Feuerwehrleute eine brennende Lagerhalle gelöscht. In dem Gebäude war Papier in Brand geraten. Ein 26-jähriger Mitarbeiter bemerkte das Feuer und schob brennende Kartonagen mit einem Radlader aus der Halle ins Freie. Dort lagerten weitere Kartonagen, über die sich das Feuer rasch ausbreitete.

Den Brand hatten die mehr als 100 eingesetzten Feuerwehrleute rasch unter Kontrolle. Doch bis die letzten Glutnester gelöscht waren, vergingen mehrere Stunden.
Bild: Thomas Heckmann

Die Halle brannte nach Angaben eines Polizeisprechers vollständig. Bei der Behörde waren auch Notrufe von Autofahrern eingegangen, die den Brand und den dichten schwarzen Rauch gesehen hatten. Das Feuer hatten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle. Doch bis die letzten Glutnester gelöscht waren, vergingen mehrere Stunden. Das Wasser pumpten die Feuerwehrleute aus dem Lichternsee ab. Es soll sich um einen der größten Brand-Einsätze seit Jahren gehandelt haben.

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Einen Großbrand hat die Feuerwehr in einem Entsorgungsbetrieb im Ulmer Industriegebiet Donautal gelöscht.
Video: Thomas Heckmann

Großbrand in Ulm: Lagerhalle von Veolia im Donautal steht in Flammen

Der Polizei liegen nach eigenen Angaben bislang keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor. Die Ursache für das Feuer sei derzeit unklar, die Ermittlungen dauern an. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf rund 250 000 Euro. Diese Zahl könne aber noch steigen, teilte ein Sprecher mit.

Wegen starken Rauchs hatten die Behörden die Bevölkerung vorsorglich gewarnt und Anwohner aufgefordert, die Fenster zu schließen. Die Warnung wurde auch über die Handy-App Nina verbreitet. Sie wurde im Auftrag des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt und dient dazu, Bürger bei Katastrophen oder in Notfällen mit wichtigen Informationen zu versorgen. Am Nachmittag meldete die Polizei allerdings, dass nach derzeitigen Erkenntnissen wohl keine Gefahr bestanden hatte.

Feuerwehrleute löschen brennende Papierballen auf dem Grundstück des Recyclingunternehmens im Donautal.
Bild: Thomas Heckmann

Verkehrsbehinderungen entstanden durch den Großeinsatz fast nicht.

Schon einmal hat ein Großbrand bei einem Entsorgungsbetrieb im Donautal die Einsatzkräfte in Atem gehalten: Im Mai 2008 gerieten Plastikmüll und Papierballen auf dem Gelände des Recyclingbetrieb Remondis in Flammen (Hier lesen Sie mehr darüber). Die Folgen damals waren deutlich schlimmer als sie beim jetzigen Brand nach aktuellem Stand sind. Der Schaden vor elf Jahren soll etwa acht bis neun Millionen Euro betragen haben. Die Rauchsäule war mehrere hundert Meter hoch aufgestiegen, rund 300 Löschkräfte bekämpften den Brand stundenlang. (mase/az)

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