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Ingstetten

20.05.2014

Feuerwehr macht mobil

Neues altes Feuerwehr-Auto: Bürgermeister Mathias Stölzle (links) übergab Kommandant Jürgen Rueß den Schlüssel für das überholte Fahrzeug.
Bild: mde

Ingstetter Löschkräfte nehmen Fahrzeug in Betrieb. Es ist für Hochwassereinsätze gerüstet

Wenn die Feuerwehren ausrücken, fährt die Angst häufig mit. Die Angst vor dem, was die Löschkräfte am Einsatzort antreffen könnten. Immerhin sind meist Mensch und Tier, Hab und Gut in Bedrängnis. Deshalb hatte Pater Johannes Baptist den Ingstetter Feuerwehrleuten bereits im Jahr 1986 bei der Segnung ihres Tragkraftspritzenfahrzeugs den Rat mit auf den Weg gegeben: „Glaubt an Gott, dann ist euer Herz ohne Angst.“ Seither ist das Auto in Betrieb – nun wurde es gründlich überholt und umgebaut.

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Es ist ein Oldtimer, der für einen Schwaben „einfach zum Wegtun zu schade war“, sagte Bürgermeister Mathias Stölzle nun bei der feierlichen Übergabe vor rund 200 Gästen. Das Fahrzeug wurde mit großer Eigeninitiative von der Ingstetter Feuerwehr gerade für den Hochwasser- und Katastrophenschutz ausgerüstet. Hintergrund sind auch die schweren Überschwemmungen, die im Juni 2013 rund um den Osterbach für schwere Schäden gesorgt hatten.

Bürgermeister Stölzle ließ die dramatischen Ereignisse noch einmal Revue passieren: Ein schlammflut hatte sich durch die Ingstetter Forststraße gewälzt und auch die Dorfmitte komplett überflutet. Der Löwenanteil der Hilfeleistung kam damals von den örtlichen Feuerwehren. Diese Einsätze hätten gezeigt, dass die Ausrüstung der einzelnen Wehren hinsichtlich solcher Schadenereignisse ergänzt werden müsse, sagt Stölzle. So brachte der Bürgermeister zum Fahrzeug-Fest keine Geschenke, sondern Schlamm- und Flüssigkeitssauger, Stromerzeuger und eine moderne Beleuchtungseinheit mit. Er dankte den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft, die beim Heulen der Sirenen an 365 Tagen rund um die Uhr an die Gerätehäuser eilten und ausrückten.

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Kreisbrandinspektor Willi Schneider lobte die Gemeinde für die schnelle Bereitstellung der notwendigen Geräte. Sie erhöhten die Einsatzkraft der 200 Frauen und Männer, die in Roggenburg Feuerwehrdienst tun.

Das Fahrzeug sei zweckmäßig und zielführend ausgestattet und verfüge über neue Funktechnik zur besseren Koordination der Einsätze, war vor Ort zu erfahren. Der federführende Kommandant der Gesamtgemeinde, Stefan Klier, freute sich über das zügig zur Verfügung gestellte Fahrzeug. So könne der örtliche Feuerwehrbedarfsplan rasch umgesetzt werden, sagte Klier. (mde)

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