1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Firma Bader baut in Senden 30 Stellen ab

Senden/Babenhausen

05.09.2019

Firma Bader baut in Senden 30 Stellen ab

Bader, der Branchenspezialist für Blech, Stahl und Edelstahl mit Hauptsitz in Senden/Bayern optimiert noch in diesem Jahr seine Produktionsprozesse. Symbolfoto
Bild: Monika Skolimowska, dpa

Bisher auch in Senden ansässiger Teilbereich wird in Babenhausen konzentriert. Betriebsrat suche Dialog mit Betroffenen.

Die Bader-Gruppe sieht sich gezwungen, bis zum Ende des Jahres Umstrukturierungen im eigenen Hause vorzunehmen. Hiervon betroffen ist laut einer Pressemitteilung vor allem der Teilfertigungsbereich „Maschinenverkleidung“ am Hauptsitz in Senden. Etwa 30 Stellen fallen demnach weg. Bisher befand sich der Bereich „Maschinenverkleidung“ teils in Babenhausen und teils in Senden. Künftig finde die Fertigung aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen ausschließlich in Babenhausen statt. In Senden konzentriere man sich auf die Fertigungsbereiche Schaltschränke, Gehäuse und Behälter. Nur so lasse sich die Produktion langfristig in Westeuropa halten und sichert den Erhalt der Standorte Senden und Babenhausen in Bayern, Wachau bei Dresden und Grevesmühlen in der Nähe von Wismar mit den damit verbundenen Arbeitsplätzen.

30 von 150 Stellen fallen weg

Auswirkungen habe die Umstrukturierung im Werk Senden sowohl im Bereich der Produktion von Maschinenverkleidungen als auch der Abteilung Konstruktion. 30 der 150 Stellen sollen wegfallen. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat sucht die Werksleitung den Dialog mit den Betroffenen, um eine für alle befriedigende Lösung zu finden.“ erläutert Hendrik Kuhn, Werksleiter am Standort Senden.

Fertigung soll in Deutschland bleiben

Es sei nötig, dass sich die einzelnen Werke auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, um auf lange Sicht profitabel zu sein. Nur so sei die Unternehmensgruppe langfristig in der Lage, ihren Kunden wie gewohnt schnell und flexibel individuelle Produktlösungen bei gleichbleibend hoher Qualität und kostenoptimiert anzubieten. „Neue Märkte zu erschließen und innovativ im Sinne unserer Kunden zu agieren ist nur möglich, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben“, betont Armin Luczkowski, Geschäftsführer bei der Bader Gruppe. Immer mehr Wettbewerber würden laut Firmenleitung ihre Produktion nach Osteuropa verlagern. Die Bader Gruppe hingegen, mit insgesamt 1000 Beschäftigten und 87 Millionen Euro Umsatz (2018) habe sich bewusst entschieden, ihre Fertigung in Deutschland zu belassen. (az/heo)

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren