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Neu-Ulm

23.12.2020

Firma Reinz setzt in Neu-Ulm auf die Brennstoffzelle

Die Firma Reinz mit mehr als 1200 Mitarbeitern in Neu-Ulm ist seit 1993 ein Teil der Dana Incorporated.
Bild: Reinz

Baden-Württembergs Ministerin Eisenmann hat den Neu-Ulmer Automobilzulieferer Reinz besucht. Sie betonte dabei die Bedeutung von klimafreundlichen Antrieben.

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann ( CDU) hat auf ihrer Reise durch Baden-Württemberg einen Boxenstopp bei der Reinz Dichtungs GmbH in Neu-Ulm eingelegt, zusammen mit dem Ulmer CDU-Landtagskandidaten Thomas Kienle. Die Ministerin betonte im Gespräch die Bedeutung von klimafreundlichen Antrieben und dass in Baden-Württemberg rund 500.000 Arbeitsplätze in der Automobilindustrie platziert seien. Umso wichtiger sei es daher, eine Vision für die Zukunft zu haben.

Geschäftsführer Frank Bader präsentierte das Spektrum der Dichtungs- und Abschirmtechnik, angefangen bei der direkten Belieferung der Automobilhersteller bis hin zum Ersatzteilgeschäft. Reinz wurde 1920, also vor 100 Jahren, von Hugo Reinz in Berlin gegründet und 1947 an den heutigen Standort nach Neu-Ulm verlagert. Schon vor mehr als 20 Jahren begann das Unternehmen in die Erforschung der Brennstoffzellentechnologie zu investieren. Reinz hat eine metallische Bipolarplatte entwickelt und nutzt dabei die langjährige Erfahrung in der Abdichtung als Teil dieser Technologie.

„Durch die Einbindung in den US-amerikanischen Dana-Konzern mit zahlreichen Standorten können wir weltweit auf die lokalen Bedürfnisse eingehen“, sagte Olivier Lassurguère, Geschäftsführer bei Reinz. Für Susanne Eisenmann ist es zuletzt auch eine Erkenntnis der Pandemie, dass lokale Lieferketten umso mehr an Bedeutung gewonnen haben. Einen Einblick in die Produktion von metallischen Bipolarplatten konnten sich die Besucher ebenfalls direkt vor Ort verschaffen. Ein Brennstoffzellenstack besteht aus 400 bis 500 Biopolarplatten. Die Energie liefert eine CO2-neutrale Reaktion von Sauerstoff mit dem Brennstoff Wasserstoff.

Offen bleibt die Frage, was im Tank ist. Frank Bader bittet die Politik um eine klare Ansage, in welche Richtung es geht. „China zieht sich bereits aus der Batterie zurück und setzt vermehrt auf Wasserstoff“, sagte Thomas Kienle. Unter dem Begriff Transformation 2030++ plant Reinz den Aufbau eines Produktionsstandortes Brennstoffzelle. Parallel sollen Komponenten für alternative Antriebe weiterhin zum Produktportfolio zählen.

Die Reinz Dichtungs GmbH ist als internationaler Zulieferer der Automobilindustrie auf die Entwicklung und Produktion von Dichtungstechnologie spezialisiert. Neben Dichtungen und Abschirmlösungen für die Automotive Branche entwickelt und produziert Reinz auch spezielle Dichtungskonzepte für industrielle Anwendungen – vom Blockheizkraftwerk bis zur Brauerei.

Die Reinz Dichtungs GmbH mit mehr als 1200 Mitarbeitern in Neu-Ulm ist seit 1993 ein Teil der Dana Incorporated. 2019 erwirtschaftete der US-amerikanische Konzern eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar und beschäftigte 36.000 Mitarbeiter in 34 Ländern. (az)

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