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Nersingen

14.01.2015

Firmen in der Warteschlange

Zwischen B10 und A7: das neue Gewerbegebiet in Nersingen. Im April könnten dort die Bagger anrollen, hofft der Investor. 

Es gibt derzeit viele Anfragen für Nersinger Gewerbegebiete. An einem werden im April bereits die Bagger anrollen.

Das Straßer „Kreuzeck“ könnte nach vielen Jahren endlich aus dem Dornröschenschlaf erwachen – zumindest mangelt es der Gemeinde Nersingen derzeit nicht an Gewerbeanfragen, sagt Bürgermeister Erich Winkler. Flächen gibt es dafür neben dem verwaisten „Kreuzeck“ einige: das bereits überplante Areal an der A7 und das ehemalige Muna-Gelände in Straß. An allen drei Standorten wird sich demnächst etwas tun:

Gewerbegebiet an der A7: Seit Jahren wird über die etwa 43000 Quadratmeter große Fläche an der Autobahn im Westen der Großgemeinde Nersingen diskutiert. 2010 signalisierte ein Investor der Gemeinde sein Interesse. Der erste Spatenstich sollte im Frühjahr 2014 sein, dann im Herbst – und nun? Heute ist Investor Bernhard Golsner optimistisch, dass es im Frühjahr klappen wird mit dem Spatenstich. „Wir hatten immer mit leicht angezogenen Handbremsen zu kämpfen“, sagt er. Damit meint der Eppishauser Investor vor allem die Planungen im Vorfeld der Riesen-Baustelle. Denn wie bei jedem Vorhaben, müssen zunächst alle Träger öffentlicher Belange – also verschiedene betroffene Behörden, Gemeinden oder das Landratsamt – über ein Projekt und die Pläne informiert werden. Und das hat gedauert. Immer wieder gab es Einwände: Die Autobahndirektion kritisierte beispielsweise den Standort der Werbetafel, die die Autofahrer auf der A7 auf das Gewerbegebiet hinweisen soll. Sie sei zu weit vom Gewerbegebiet weg. Das Gewerbegebiet stand auf der Kippe. Die Lösung: Der umstrittene Werbepylon wird statt 30 nun 48 Meter hoch werden, aber über 100 Meter von der Autobahn entfernt aufgestellt werden. „Über 30 Träger unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach“. Golsner hofft, dass Anfang April endlich die Bagger anrollen können. „Wir sind gerade dabei, die verkehrstechnischen Planungen zu machen“, sagt Golsner. Ende Januar folgt die Ausschreibung, Ende Februar die Vergabe.

Bislang ist bekannt, dass eine Tankstelle und ein Restaurant kommen werden. Wer oder was das sein wird, will Investor Golsner noch nicht verraten. Er führe derzeit aber bereits Gespräche mit einem „bekannten Gastronomen im Umkreis von 15 Kilometern“.

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Muna-Gelände: Die ehemalige Heeresmunitionsanstalt (Muna) befindet sich im Osten von Straß. Die Fläche wurde als Mobilmachungsstützpunkt (etwa acht Hektar) und Standortübungsplatz (etwa 118 Hektar) von der Bundeswehr genutzt. Seit Ende der militärischen Nutzung ist die Bundesanstalt für Immobilien (Bima) für das Areal zuständig. Künftig sollen darauf Firmen und eine Grüngutsammelstelle ihren Platz finden. Erst vor wenigen Tagen fand im Rathaus eine Besprechung mit vier Interessenten über einen möglichen Bebauungsplan statt. Wer das war, möchte Bürgermeister Erich Winkler noch nicht sagen.

Auch einige Nersinger Firmen hätten Interesse gezeigt. „Wenn alles gut läuft, könnte sich dort noch vor der Sommerpause etwas tun“, sagt Winkler. In einem ersten Abschnitt sollen nun erst einmal 38000 Quadratmeter vermarktet werden – 80000 Quadratmeter stehen insgesamt zur Verfügung. Weil aber die Nachfrage nach Gewerbeflächen nach wie vor sehr groß sei, glaubt der Rathauschef, dass womöglich in einigen Monaten auch die restliche Fläche zur Bebauung freigegeben werden könnte. In der Gemeinderatssitzung am 27. Januar will Winkler seinen Räten den Plan vorstellen.

Kreuzeck: Das „Kreuzeck“ im Nord-Osten in Straß ist seit etlichen Jahren das unvermittelbare Sorgenkind der Gemeinde. Doch auch hier könnte die Gemeinde bald von der großen Nachfrage der Firmen profitieren.

Am „Kreuzeck“ könnten sich künftig womöglich kleine, mittelständische Unternehmen ansiedeln – Interessenten gäbe es, sagt Winkler. Vor etwa einem Jahr war dort noch ein Solarfeld im Gespräch, „doch das ist so nicht umsetzbar, weil es nicht rentabel wäre“, sagt Winkler.

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