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16.07.2010

Flugblatt sorgt für Echo

Am Umbau des Kirchplatzes scheiden sich in Pfaffenhofen die Geister. Foto: caj
Bild: caj

Pfaffenhofen Ein Flugblatt der Freien Wähler sorgt in der Marktgemeinde weiter für Wirbel: Wie berichtet, hatte zunächst Bürgermeister Josef Walz (CSU) Stellung bezogen und falsche Fakten im Text kritisiert. Nun meldet sich auch die CSU-Fraktion im Marktrat zu Wort: Sprecherin Hildegard Mack bezeichnet die Aktion als ungerecht - nur "ausgewählte Haushalte" hätten Post bekommen. Aus Reihen der Christsozialen habe nur ein Rat einen Flyer erhalten. Mit Absicht, vermutet Mack: "Sie haben das Blatt nicht an Leute verteilt, die die Halbwahrheiten entkräften könnten. Das hat doch ein Geschmäckle." Neue Mitte, Kirchplatz, Umgehungsstraße - bereits vor Jahren habe der Marktrat festgelegt, in welche Richtung sich Pfaffenhofen entwickeln soll. Bürger hätten diese Ziele zuvor in Workshops erarbeitet. Dass sich die Freien Wähler nun dagegen wehren, könne sie nicht verstehen, sagt Mack: "Man kann doch nicht von heute auf morgen den Rückwärtsgang einlegen." In ihrer Fraktion gebe es "heftige Meinungen" zum Flugblatt. Nach Ansicht von Hildegard Mack müssen Mehrheitsbeschlüsse respektiert werden: "Sie sollten von allen Räten getragen werden." Wie Bürgermeister Walz verteidigt Mack den Ausbau des Kirchplatzes und die Untergrundarbeiten: "Beim Graben hat man gesehen, wie marode die Wasserleitung war."

Rat Johann Kast von der SPD hat eine zweigeteilte Meinung zum Flyer: "Der ist sicher ein bisschen populistisch aufgezogen, aber wirklich dramatisch ist das auch nicht." Zustimmen könne er der FWG-Fraktion etwa in Sachen Winterdienst: "Da muss einiges passieren." Auch bei der Turnhalle könne er den Ärger der Freien Wähler verstehen: "Der ganze Marktrat ist traurig, dass der Bau nicht schneller kommt." Die Erkenntnis, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohne, sei aber keine neue Erkenntnis der FWG: "Das wissen alle."

Gestaltungswillen vermisst

Im neuen Kirchplatz, den die Freien Wähler als Geldverschwendung bezeichnen, sieht Kast einen "unheimlichen Gewinn" für Pfaffenhofen. Die FWG setze auf Blockadetaktik, er vermisse ihren Gestaltungswillen: "Wenn man etwas ablehnt, muss man Alternativen bieten." Auch bei der Umgehungsstraße ist Kast anderer Meinung: "Sie ist wichtig." Mit dem Versuch der Enteignung von Grundstücken - von der auch Rat Andreas Wöhrle (FWG) betroffen wäre - habe man aber den falschen Weg beschritten. "Zig andere Trassen wären möglich gewesen."

Berührungsängste zwischen den Fraktionen werde es nach dem Flyer nicht geben, so Kast: "Man sollte nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage legen."

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