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Landkreis Neu-Ulm

29.07.2020

Foto-Aktion: Was flattert da im Hochsommer?

Leserfrage: Wer erkennt dieses außergewöhnliche Insekt?
Bild: Ralf Schreiber

Bei der Mitmachaktion von LBV und Nabu können Bürger Insekten zählen, melden und fotografieren. Wir veröffentlichen die schönsten Insekten-Bilder aus dem Landkreis Neu-Ulm.

Die große Reise fällt dieses Jahr flach und irgendwie sind die Sommerferien jetzt schon langweilig? Wir haben eine Idee: Von Freitag, 31. Juli bis Sonntag, 16. August, kann man wieder deutschlandweit „Bürgerforscher“ spielen und Insekten melden, die man in seiner Region findet. „Insektensommer“ heißt die Aktion der Naturschutzverbände Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Im Landkreis Neu-Ulm bieten die Neu-Ulmer Zeitung, die Illertisser Zeitung und die LBV-Kreisgruppe zudem einen besonderen Service an: Wer ein Foto per E-Mail einschickt, kann erfahren, um was für ein Insekt es sich genau handelt - und die interessantesten und schönsten Fotos werden in der Zeitung abgedruckt.

Im Hochsommer kann man vor allem Schmetterlinge beobachten

Das Ganze läuft so ähnlich ab wie bei der bekannten „Stunde der Gartenvögel“: Beobachten und zählen können alle – und fast überall, ob im Garten, auf dem Balkon, in Park, Wiese, Wald und Feld, an Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll lediglich nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standplatz aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Dabei sollte es am besten warm, trocken und windstill sein. Im Hochsommer lassen sich besonders viele Schmetterlinge beobachten – vielleicht auch in den regionalen Gärten?

Denn besonders Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz oder Bläulingsarten gehören zu den farbenprächtigsten und schönsten Tagfaltern der Natur. Vor allem bei Sonnenschein kann man viele Schmetterlinge entdecken. Das große Insektensterben macht sich jedoch auch bei den schönen Flattertieren bemerkbar. Rund die Hälfte aller Schmetterlingsarten ist vom Aussterben bedroht, bereits ausgestorben oder verschollen.

Experte Ralf Schreiber versucht die Insektenarten zu bestimmen

Gemeldet werden die Beobachtungen online unter www.lbv.de/insektensommer.de. Dort gibt es auch noch mehr Informationen rund um die Aktion. Der „Insektensommer“ findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit 16300 Menschen mit über 6300 Beobachtungen.

Über 950 Meldungen haben bayerische Naturfreunde abgegeben - das ist nach Ansicht von Ralf Schreiber von der LBV-Kreisgruppe „noch ausbaufähig“. Er wird auch versuchen, die Tiere auf den eingesandten Fotos so genau wie möglich zu bestimmen. „Ich lass mich mal überraschen, ob seltene Exemplare dabei sind und welche Arten ich selber noch nicht kenne“, sagt der Biologe, der sich schon auf die Fotos freut. Wer es nicht mehr bis Freitag erwarten kann, darf gerne raten oder nachschlagen, um welches ungewöhnliche Insekt es sich rechts im Bild handelt, das Schreiber gefunden hat. (az)

Info: Wer sein gefundenes Insekt bestimmen lassen will, schickt das Foto und den Namen des Fotografen per E-Mail an redaktion@nuz.de und gibt dabei bitte den Fundort des Insekts sowie seine Telefonnummer für Rückfragen an. Die interessantesten Bilder werden in der NUZ veröffentlicht. Beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz und die Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO unter nuz.de/datenschutz.

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