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Nersingen

12.03.2020

Fraktionen verabschieden Nersinger Haushalt - mit etwas Kritik

Der Haushalt der Gemeinde Nersingen ist am Dienstagabend einstimmig von den Gemeinderäten verabschiedet worden.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Nersinger Haushalt ist von den Gemeinderäten einstimmig verabschiedet worden. Die Freien Wähler haben allerdings ein paar Kritikpunkte an dem Zahlenwerk.

Einstimmig haben die Nersinger Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend den Haushalt für 2020 verabschiedet. Wie berichtet, sind für die laufenden Kosten wie Gehälter, Strom und Gebäudeunterhalt im Verwaltungshaushalt etwa 20,2 Millionen Euro eingeplant, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 8,3 Millionen Euro, von denen rund 6,2 Millionen für Investitionen wie Baumaßnahmen oder Erschließungsmaßnahmen eingeplant sind. Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Erich Winkler: Der Haushalt sei „sehr solide“. Und weiter: „Da steckt auch ein Stück weit Herzblut drin. Wenn man weiß, dass man jemanden hat, von dem man weiß, der hat den Plan im Griff, ist das als Bürgermeister einfach ein gutes Gefühl“, lobte er Kämmerer Sebastian Bundschuh. Besonders gefällt ihm der weitere Abbau der Schulen: „Die gute Entwicklung des Schuldenstands setzt sich auch in diesem Jahr fort.“

SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Krätschmer sagte: „Wir stehen am Ende einer Legislaturperiode und ich glaube, mit diesem Haushalt bekommt der neue Gemeinderat eine gute und solide Arbeitsgrundlage.“ Sie erwähnte mehrere Projekte im Haushaltsplan, durch die „die Weichen für die zukünftige Entwicklung“ der Gemeinde gestellt seien, unter anderem die zwei neuen Baugebiete in Nersingen und Oberfahlheim oder den Ausbau der Kinderbetreuung durch den geplanten Waldkindergarten und den ebenfalls geplanten zusätzlichen Kindergarten mit fünf Gruppen im Pfannenstiel.

Freie Wähler wünschen sich langfristigere Kostenaufstellung

Erich Spann, der Fraktionsvorsitzenden der CSU, der nach eigener Aussage wohl schon 30 Haushaltspläne mit verabschiedete, betonte: „Wir haben schon schlechtere Zeiten gehabt.“ Dank „eiserner Sparsamkeit“ stehe die Gemeinde nun finanziell wieder gut da, doch wegen des Sparkurses sei „manches zu kurz gekommen“. Unter anderem die zahlreichen Gebäude wie Schulen, Kindergärten oder auch das Rathaus müssten deshalb nun saniert oder nach neuen Brandschutzrichtlinien auf Vordermann gebracht werden. Angesichts der anstehenden Projekte in der Gemeinde sagte er: „Das lässt sich sicher nicht alles in einer Wahlperiode durchführen.“ Dennoch war er sich sicher: „Wir geben dem neugewählten Gemeinderat ein Instrument an die Hand, mit dem er im Mai sofort mit der Arbeit anfangen kann.“

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Kritische Anmerkungen zum Zahlenwerk gab es von den Freien Wählern. Deren Fraktionsvorsitzender Josef Klein merkte an: „Wenn wir in Zukunft über Investitionen diskutieren, würden wir da gerne vor dem Haushaltsplan ausführlich diskutieren.“ Er vermisste auch eine Aufstellung, welche Kosten – beispielsweise hinsichtlich des sozialen Wohnungsbaus und des Unterhalts für das geplante Bauprojekt – in der Zukunft auf die Gemeinde zukommen. Denn nur so könne die dauerhafte Leistungsfähigkeit auch verlässlich eingeschätzt werden. Dabei verwies er auch auf die Kosten für die in den kommenden Jahre geplante Mehrzweckhalle in Nersingen, für die schon einmal etwa 26 Millionen Euro im Raum standen.

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