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Neu-Ulm

19.05.2018

Freie Fahrt entlang der Donau

Über die Straße muss hier ab sofort keiner mehr: Der neue Geh- und Radweg unter der Gänstorbrücke ist freigegeben. Bis aber soweit war, gab es einige Probleme.
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Über die Straße muss hier ab sofort keiner mehr: Der neue Geh- und Radweg unter der Gänstorbrücke ist freigegeben. Bis aber soweit war, gab es einige Probleme.
Bild: Alexander Kaya

Der Geh- und Radweg unter der Gänstorbrücke ist eröffnet worden – nach jahrelangen Diskussionen, technischen Herausforderungen und unerwarteten Problemen.

Bereits vor über 30 Jahre gab es die ersten Überlegungen, nun war es soweit: Die Geh- und Radwegunterführung an der Gänstorbrücke ist gestern offiziell freigegeben worden – und macht damit ein durchgängiges Spazieren oder Radeln entlang der Donau im Innenstadtbereich möglich. Die Bauarbeiten für das teure Großprojekt liefen nicht immer reibungslos ab – es gab unerwartete Probleme.

Die Überlegungen, unter der Gänstorbrücke einen Weg für Radfahrer, Spaziergänger und Jogger zu bauen, reichen bis ins Jahr 1987 zurück. Lange wurde überlegt und diskutiert: Soll es einen solchen Weg geben? Wie könnte der aussehen? Und was kostet das überhaupt alles? 2015 dann die endgültige Entscheidung – die Unterführung wird gebaut. Der Baubeginn wurde sorgfältig gewählt, die Arbeiten starteten im vergangenen Jahr einen Tag nach Schwörmontag.

Rund 1,6 Millionen Euro hat das Projekt am Ende gekostet – eine weitaus höhere Summe, als noch zu Beginn der Gespräche im Raum stand. So war 2013 noch von 840000 Euro die Rede gewesen, im Herbst 2014 lag man nach neuen Berechnungen bei knapp einer Million. Die große Kostenexplosion auf die endgültigen 1,6 Millionen kam im Juni 2016 – und daran anschließend eine Verschiebung des Baubeginns. Der hatte nämlich schon im Sommer 2016 starten sollen.

Trotz dieser finanziellen Turbulenzen, warnte Stadtrat Reinhard Junginger (CSU), der den Geh- und Radweg gestern offiziell eröffnete, davor, die Kosten des Bauwerks in den Mittelpunkt des ganzen Projekts zu stellen. „Natürlich ist das eine stolze Summe, aber das ist eine Investition für die Zukunft und für die Sicherheit. Das muss es uns auch wert sein“, betonte er. „Jeder verletzte Radler ist einer zu viel.“ Und gefährlich konnte es schnell werden, wenn Radler und Fußgänger die Gänstorbrücke überqueren wollten – denn viele von ihnen wollten den Weg bis zum Augsburger-Tor-Platz nicht auf sich nehmen, um dort die sichere Ampel zu nutzen. Stattdessen huschten sie bei Verkehrslücken über die viel befahrene, vierspurige Straße.

Das neue Teilstück des Donau-Uferwegs ist etwa 270 Meter lang – und hätte eigentlich schon Ende vergangenen Jahres fertig sein sollen. Dann aber taten sich mehrere Probleme auf, die Arbeiten mussten mehrmals unterbrochen werden: der schlechte Baugrund sowie Starkregen und Hochwasser machten den Planungen einen Strich durch die Rechnungen. Während der gesamten Bauzeit wurde der Weg schon drei Mal überflutet, Schäden blieben dabei jedoch aus.

Nicht, dass es nicht ohnehin schon große Herausforderungen beim Bauwerk gegeben hätte: Der Weg verläuft streckenweise bis zu einem halben Meter unter des Wasserstandes der Donau. Damit Radler und Fußgänger keine nassen Füße bekommen, musste deshalb direkt unter der Gänstorbrücke ein Trogbauwerk errichtet werden. Dazu wurden rund zehn Meter lange Spundwände in den Untergrund gerammt. Außerdem musste der Wasserstand der Donau abgesenkt werden. „Das war keine alltägliche Baustelle“, fasste Junginger zusammen.

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