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Pfaffenhofen

25.11.2019

Freie Wähler in Pfaffenhofen setzen auf Christoph Oetinger

FWG-Bürgermeisterkandidat Christoph Oetinger (Mitte) und die sechs weiteren bestplatzierten Listenbewerber: (von links) Michael Pintleger, Max Keder, Andreas Wöhrle, Matthias Mayer, Manuel Wolf und Tobias Wöhrle-Kölbl.
Foto: Willi Baur

Die FWG nominiert den 40-Jährigen als Bürgermeisterkandidaten und stellt ihre Liste für die Kommunalwahl 2020 auf. Auf der sind nicht so viele Frauen wie erhofft.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Pfaffenhofen hat Christoph Oetinger als Bürgermeisterkandidaten nominiert und eine 20-köpfige Liste für die Wahl des Marktgemeinderates im März beschlossen. Bei der gut besuchten Versammlung im SVP-Sportheim folgten die 18 stimmberechtigten Mitglieder jeweils ausnahmslos den Vorschlägen des Vorstands, Fragen oder Diskussionen gab es nicht.

„Vor dem Hintergrund immer fragiler werdender politischer und finanzieller Verhältnisse wollen wir im Markt auch in Zukunft Verantwortung übernehmen“, hatte der FWG-Vorsitzende Andreas Wöhrle eingangs als Devise ausgegeben. Die Voraussetzungen dafür seien mit einer ausgewogenen Kandidatenliste geschaffen worden. „Besonders stolz sind wir auf unseren Bürgermeisterkandidaten“, sagte Wöhrle. Oetinger habe die nötige menschliche Reife, besitze ein hohes Auffassungsvermögen und viel Mut.

Christoph Oetinger lebt "mit Frau, Kind und Hund" in Pfaffenhofen

Der Kandidat selbst beschrieb in seiner Vorstellungsrede seinen persönlichen und beruflichen Werdegang, skizzierte ferner einige Zielsetzungen für das von ihm angestrebte Amt. Aufgewachsen sei er in Weißenhorn, lebe aber seit 14 Jahren im Markt, „inzwischen mit Frau, Kind und Hund“, betonte der 40-Jährige, der am Ort einen Familienbetrieb in der Werbebranche führt. Das Rothtal kenne er wie seine Westentasche, nicht zuletzt seines Hobbys wegen, unterstrich der passionierte Jäger. Weil er sich unabhängig vom Ausgang der Bürgermeisterwahl kommunalpolitisch längerfristig engagieren wolle, bewerbe er sich auch für den Marktrat.

Als größte Herausforderungen der nahen Zukunft sieht er neben demografischen Veränderungen den Klimawandel und erwartet dazu „einschneidende Vorschriften des Gesetzgebers“. Als Schwerpunkte vor Ort nannte er unter anderem umweltfreundliche Heizungen, die Seniorenbetreuung und eine bedarfsgerechte Ausweisung von Gewerbegebieten ausschließlich für kleine und mittelständische Betriebe. Oetinger: „Ich stehe für solides Wirtschaften und Haushalten und will mit Herz für unsere Heimat arbeiten.“

Er begrüße sehr, dass sich Pfaffenhofen auch bei der Bürgermeisterwahl „eine echte Wahl“ biete, erklärte der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Wolfgang Schrapp. Was die Zusammensetzung des Marktrats betreffe, plädierte er ebenso wie die designierte Landratskandidatin Susanna Oberdorfer-Bögel als Wahlleiterin für „eine gesunde Mischung aus jungen und frischen wie erfahrenen Kräften“.

Franz Walk tritt mit fast 80 Jahren noch einmal für den Marktgemeinderat an

Dem wird die Wöhrle zufolge im Vorfeld einvernehmlich gestaltete und jetzt beschlossene Liste durchaus gerecht. Leute in den frühen 20ern finden sich ebenso wie solche im eher vorgerückten Alter, unter ihnen das fast 80-jährige Urgestein Franz Walk, nach eigener Aussage Rat seit 42 Jahren. Alle vier amtierenden Fraktionsmitglieder stellen sich erneut zur Wahl. Vertreten sind neben dem Kernort auch Ortsteile. Allenfalls geschlechterspezifisch bedauerte Markträtin Claudia Walk ein Defizit. Hatte FWG-Chef Wöhrle von einer relativ leichten Bewerber-Rekrutierung gesprochen, berichtete Walk von konträren Erfahrungen. Sie hätte gerne mehr Frauen auf der Liste gesehen und habe auch viele angesprochen. „Aber meistens gab es Absagen.“

Die Kandidatenliste in der beschlossenen Reihung: Andreas Wöhrle, Christoph Oetinger, Michael Pintleger, Manuel Wolf, Tobias Wöhrle-Kölbl, Max Keder, Matthias Mayer, Claudia Walk, Max Spleiß, Lydia Stetter, Karin Grotz, Augustinus Wanner, Franz Walk, Franz Hornung, Patrick Zanchettin, Gisela Bischof, Gerald Dir, Brigitte Orzechowski, Ferdinand Werwein und Emanuel Bullok. Ersatzkandidaten sind Uwe Göllnitz und Rudolf Werwein.

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