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Holzheim

12.12.2019

Freie Wähler wollen an den Ratstisch in Holzheim

Acht Kandidaten bewerben sich für die Freien Wähler Holzheim. Vorne (von links) Kathrin Tospann, Karl Junginger, Michaela Lammich und Peter Molnar. Hinten (von links) Harald Straßer, Jörg Jehle, Heiko Wiora und Michael Kraus.
Bild: Willi Baur

Spitzenkandidat Jörg Lehle führt die Liste in Holzheim mit sechs Männern und zwei Frauen an. Themen sind Wohnen und Nahversorgung – aber auch mögliche Bürgerideen.

Jetzt ist es offiziell: Auch die Freien Wähler Holzheim wollen im März mit einer eigenen Liste zur Gemeinderatswahl antreten. Am Dienstag hat die Ortsgruppe in Jungingers Scheune acht Kandidaten nominiert, darunter zwei Frauen. Damit werden auf dem Stimmzettel vier Wahlvorschläge mit insgesamt 31 Bewerbern um die zwölf Sitze am Ratstisch konkurrieren. Eine Premiere für Holzheim.

„Wir wollen die örtliche Kommunalpolitik beleben und mitgestalten. Deshalb haben wir uns erfolgreich um unabhängige Frauen und Männer bemüht“, sagte der Initiator des Wahlvorschlags, Karl Junginger. Der inzwischen 66-jährige Metzgermeister, der sich selbst auf einem Mittelplatz um ein Mandat bewirbt, ist nach einer Pause von rund 20 Jahren zum zweiten Mal mit einer eigenen Liste aktiv geworden.

Auf der Liste in Holzheim sind Neulinge

Das heißt auch: Amtierende Ratsmitglieder finden sich hier nicht, alle sind Neulinge auf dem kommunalpolitischen Terrain. Aber: „Unsere Liste kann sich sehen lassen“, ist Spitzenkandidat Jörg Jehle überzeugt. Auch der „guten Mischung aus Jungen und jung Gebliebenen“ wegen. Ausdrücklich begrüßte er die Bereitschaft von zwei Frauen zur Kandidatur für den Gemeinderat. Eine Diskussion über den Wahlvorschlag gab es nicht. Der Weißenhorner Stadt- und Kreisrat Werner Weiss konnte das Nominierungsverfahren zügig abwickeln.

Freie Wähler wollen an den Ratstisch in Holzheim

Auch ein endgültiges Wahlprogramm ist noch nicht fixiert. Einige Kernvorstellungen indes hat Jehle bereits skizziert. So soll bei der baulichen Weiterentwicklung des Ortes ein breiter gefächertes Wohnungsangebot angestrebt werden, über die bislang gängigen Ein- und Zweifamilienhäuser hinaus. „Es gibt ja einen ganz unterschiedlichen Bedarf“, meint der 46-jährige Jurist.

Bürger können Ideen äußern

Wichtig sei ferner eine Stärkung oder zumindest Bewahrung der dörflichen Infrastruktur, nicht zuletzt der Nahversorgung durch Einkaufsmöglichkeiten am Ort. Dringend verbessert werden müsste das Nahverkehrsangebot. „Andere Kommunen sind hier mit neuen Ideen kreativer“, befand Jehle. Sein Fazit: „Holzheim ist doch schon jetzt ein super Dorf, wenn man zwei Autos vor dem Haus stehen hat.“

Über die eigenen Zielsetzungen hinaus wollen die Freien Wähler auch Anregungen aus der Bürgerschaft in ihr Programm einfließen lassen. Dazu können ab sofort schriftlich formulierte Ideen und Wünsche in Zettelboxen gesteckt werden. Eine steht im Laden von Helga Obeser, die andere in der Metzgerei Junginger.

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