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Senden

28.07.2020

Frühförderung in Senden: Spielerisch die Motorik von Kindern fördern

Ein Kind lernt spielerisch seine Motorik und Koordination zu verbessern. Dies ist ein Therapiebereich der interdisziplinären Frühförderung.
Bild: Lebenshilfe

Kinder benötigen manchmal Unterstützung beim Sprechen oder der Konzentration. Dort setzt die Frühförderung an. Das Angebot der Lebenshilfe hat in Senden einen neuen Standort.

Bewegen, sprechen, konzentrieren – das lernen Kinder im Laufe der ersten Jahre. Doch manchmal brauchen sie dabei auch Unterstützung.

Wie die Lebenshilfe Donau-Iller mitteilt, gibt es in diesem Bereich in Senden ein Angebot an neuem Ort: die interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe Donau-Iller. Die Einrichtung hat ihren neuen Platz in der Germanenstraße 14 in Senden gefunden. Die neuen Räumlichkeiten im Sendener Norden bieten laut Lebenshilfe alle Möglichkeiten für Ergo- oder Physiotherapie sowie Logopädie und Heilpädagogik. Während des Lockdowns war die Unterstützung für die Kinder und Familien nur telefonisch möglich, nun können Förder- und Therapieangebote, Entwicklungsdiagnostik und Beratung auch wieder im persönlichen Kontakt stattfinden.

Seit 1987 lag der Standort etwas versteckt im St.-Jodok-Weg in einem ehemaligen Gebäude der Kirchengemeinde. Seit Juli befindet sich dieser Bereich in direkter Nachbarschaft zur Werkstätte und zur Wohnstätte der Lebenshilfe. „Wir sind froh, dass wir jetzt mit den Kindern regelmäßig und ohne virtuelle Medien arbeiten können und unsere neuen Räume endlich genutzt werden“, sagt Barb Sobott, die Leiterin der Frühförderung bei der Lebenshilfe. Die Fläche sei speziell für die Frühförderung neu ausgebaut und damit kindgerecht gestaltet worden. Mehrere Multifunktionsräume, Bewegungslandschaften, ein Kreativbereich und ein völlig reizarmer Raum stehen zur Verfügung.

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Fehlende Förderung: Rückschritte zeigen sich oft schnell

Die Förder- und Therapieangebote in der Germanenstraße würden ergänzt durch die Begleitung der Kinder vor Ort: „Normalerweise fördern die Therapeuten Kinder von null bis sechs Jahren in den Frühförderstellen oder vor Ort im Elternhaus oder im Kindergarten“, so Sobott. Während der Schließzeiten durch Corona nutzten die Mitarbeiter alternative Wege, um Kontakt zu den Familien zu halten. Für viele war es eine herausfordernde Zeit: „Bei Kindern, die sich jeden Lernschritt erkämpfen, zeigten sich bereits nach wenigen Wochen erste Rückschritte“, sagt die Leiterin.

Damit keine Therapie aufgrund von Raumnot oder Zugangsbeschränkungen ausfallen muss, hat die Lebenshilfe als kreative Lösung einen blauen Lebenshilfe-Bus umgebaut und in einen Therapieraum verwandelt. Die Therapie im Bus sei eine flexible und unter Corona-Bedingungen sehr sichere Lösung für die Förderung durch die vertrauten Therapeuten. Der mobile Therapieraum ist mit Tisch und Sitzen sowie einer Plexiglasscheibe ausgestattet. Das Arbeitsmaterial bringen die Therapeuten nach Bedarf mit und können den Kindern auf diese Weise Therapie- und Förderangebote machen, wie beispielsweise Logopädie und heilpädagogische Förderung.

Jährlich erhalten laut Lebenshilfe rund 260 Kinder in der Altersspanne ab Geburt bis zur Einschulung individuell abgestimmte Förderung. Die Einbindung und Beratung der Eltern und des unmittelbaren Lebensumfeldes gehören ebenfalls dazu. Es sei eine ganzheitliche Förderung, die die kindliche Entwicklung durch heilpädagogische, psychologische, logopädische, ergotherapeutische und physiotherapeutische Angebote beinhaltet. (az)

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