1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Frust in Nersingen über Sporthalle und Kinderbetreuung

Nersingen

23.03.2019

Frust in Nersingen über Sporthalle und Kinderbetreuung

Copy%20of%20ABR_6709.tif
2 Bilder
Mehr Anmeldungen als Plätze hat der Kindergarten.

Auf der jährlichen Bürgerversammlung machen zahlreiche Besucher ihrem Ärger Luft.

Rund 9900 Menschen Leben in Nersingen, rund 260 davon kamen zur Bürgerversammlung in die Gemeindehalle. Eineinhalb Stunden nahm sich der Rathauschef Erich Winkler für die Fragen der Bürger Zeit, nachdem er in seiner Rede über die Projekte des vergangenen Jahres Stellung bezogen hatte.

Dauerbrenner bleibt der Neubau der langersehnten Sporthalle. Besucher forderten, die Gemeinde solle endlich das Geld dafür in die Hand nehmen um Kinder und Jugendliche zu fördern. Winkler wollte jedoch keine falsche Hoffnungen auf einen baldigen Spatenstich für die Dreifachturnhalle aufkommen lassen: „Um das Thema seriös anzugehen, brauchen wir verlässliches und belastbares Zahlenmaterial, was uns die Errichtung und der Erhalt kosten wird.“ Zahlreiche Großprojekte, wie der Bau des Wertstoffhofes oder die anstehenden Ausgaben für den Brandschutz lasten auf der Gemeindekasse. Auch wurde der Kindergarten in Leibi mit einem Erweiterungsbau vergrößert. Zehn weitere Betreuungsplätze wurden damit geschaffen. Dennoch seien Verwaltung und Kindergartenleitung überrascht gewesen, als die Anmeldungen die Zahlen des Vorjahres übertroffen hätten.

Einige Besucher der Versammlung machten ihrem Ärger über die fehlenden Kindergartenplätze Luft und wiesen pochten auf ihren Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. Der sei, so der Bürgermeister, jedoch gegeben – wenn auch nicht immer in der jeweiligen Wunscheinrichtung, wie er hinzu fügte. So hätte es auch in diesem Jahr wieder mehr Anmeldungen gegeben, als Plätze zur Verfügungen stünden, erklärte Winkler und versprach, alles daran zu setzen, eine zufriedenstellende Lösung für die Beteiligten zu finden.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Neben der Kinderbetreuung und und der Sporthalle waren auch die Verkehrssituationen in den Ortsteilen Thema der Versammlung. So forderte eine Besucherin eine Verkehrsinsel für Fußgänger im Ortsteil Straß: Die Kreuzung an der Ortsstraße und dem Fahlheimer Weg sei besonders für Kinder auf ihrem Schulweg ein gefährliches Hindernis. Winkler erklärte dazu, dass der Gemeinde hier die Hände gebunden sei, weil die betreffende Straße in der Zuständigkeit des staatlichen Bauamtes in Krumbach ist. Einen Ortstermin hätte es hier im vergangenen Jahr gegeben, um den Umbau der Bushaltestellen zu besprechen. Doch eine Querungshilfe sei auf Widerstand der Anwohner gestoßen. Diese befürchteten, dass die Zufahrten zu ihren Grundstücken dadurch beeinträchtigt werden könnten.

Im Ortsteil Leibi engagieren sich einige Bürger schon seit Jahren für ein Tempolimit auf 80 Stundenkilometer an der Kreuzung zur Staatsstraße. Doch Reiner Finkel von der Polizeiinspektion Neu-Ulm erklärte, dass hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht so einfach verhängt werden könne. Die Kreuzung sei kein Unfallschwerpunkt, auch wenn es hier immer wieder zu Zusammenstößen kommen würde. Abschließend versuchte Winkler versöhnliche Worte für die Versammlung zu finden: „Die große Anzahl an Besuchern zeigt mir, dass die Menschen reges Interesse an ihrer Gemeinde haben.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren